Einträge mit dem Tag ‘Werbewirkung’

No Name auf dem Vormarsch

20. Februar 2009 von hn

Eine neue Studie der BBDO Consulting zeigt, dass deutsche Konsumenten sich kaum noch an eine Marke binden und diese größtenteils für austauschbar halten. Dies gilt insbesondere für Produkte des täglichen Bedarfs wie Benzin, Waschmittel oder Molkereiprodukte. Ca. drei Viertel der Befragten halten besonders diese Produkte für austauschbar und unterliegen somit keiner Markenbindung mehr. Mittlerweile beträgt die wahrgenommene Markengleichheit 64 Prozent, eine Steigerung um zwei Prozent im Vergleich zur letzten Erhebung von 2004. Den größten Sprung  haben dabei Pharma-Produkte vollzogen, hier kletterte der Wert von 55 Prozent in 2004 auf 65 Prozent in der aktuellen Studie. Als Grund hierfür sieht BBDO die preiswerten Generika, welche die Markenprodukte verdrängen.

Die geringsten Verschiebungen zeigen sich im Luxussegment: bei Autos, Kleidung und Parfümen verläuft der Austauschprozess wesentlich langsamer als bei Alltagsprodukten. Es gibt aber auch einen Silberstreif am Horizont, ein Produkt hat sogar an Austauschbarkeit verloren und insofern seine Markenbindung gesteigert: Bier. Tja, wer gegen die Krise antrinkt bleibt anscheinend beim vertrauten Gebräu, hat ja schließlich immer funktioniert…

Hier gefunden: bigtrends.blog.de

Was darf Werbung?

20. Februar 2009 von hn

In jüngster Zeit erhitzen zwei Werbekampagnen empfindliche Gemüter. Den Anfang machte das Business-Netzwerk Xing mit seiner “Save the Sacked” (Hilf den Gefeuerten)- Kampagne. Hierbei handelt es sich um ein Minispielchen, mit dem Xing humorvoll auf die Finanzkrise und die dadurch bedingten Jobverluste reagieren wollte. Der Inhalt des Spiels: Der Spieler soll den gefeuerten Mitarbeitern einer großen Firma helfen, die nach ihrer Entlassung von ihrem Chef aus dem Fenster eines Hochhauses geworfen werden und nur gerettet werden können, indem man ihnen einen Fallschirm mit Xing-Logo umschnallt. Nach massiven Protesten ob der moralischen Fargwürdigkeit der Kampagne verschwand das Spielchen bereits nach nur einem halben Tag wieder.

Nach Xing steht nun Lokalisten.de am Pranger. Deren Kampagne zeigt im Stil eines Comicstrips Figuren, die erhängt werden sollen und zum Galgen geführt werden. Gerettet wird nur eine der Figuren, was sie dem glücklichen Umstand zu verdanken hat, dass der Henker, wie auch die Figur, Mitglied bei Lokalisten ist. Das Motto der Kampagne: “It’s good to have friends”, wer also Freunde hat wird gerettet. Auch hier hagelt es nun Protest. Angeblich hat die beauftragte Werbeagentur eigenmächtig gehandelt, nach eigenen Angaben hatte die ProSieben-Tochter SevenOne Intermedia, zu der Lokalisten.de gehört, keine Ahnung von der Kampagne und hat die Agentur inzwischen abgemahnt.

Trotz der fragwürdigen Inhalte dürften aber beide Kampagnen ihr Ziel erreicht haben, nämlich große öffentliche Aufmerksamkeit. Vermutlich sogar wesentlich erfolgreicher wegen der ganzen Aufregung. Hier gilt: Bad news are good news.

Hier gefunden: come-on.de

OpenSource in der Filmwelt

30. Oktober 2008 von hn

Eines der Themen auf dem Medienforum Mittweida, das vom 10. - 12.11.08 stattfindet, ist Film 2.0. Dabei geht es darum, ein Konzept, dass in der Softwarebranche seit Jahren Anwendung findet, auf das Filmemachen zu übertragen. Hierbei handelt es sich um OpenSource-Filme, bei denen die Macher sich bewusst gegen ein Copyright entscheiden und den Zuschauern jegliche Weiterverbreitung ihrer Werke gestatten. Auf diese Weise können auch Low Budget-Produktionen ein Millionenpublikum erreichen.

Diskutiert werden auf dem Medienforum Themen wie Filmvermarktung 2.0, User Generated Advertising, virales Marketing oder die Geschichte der Raubkopien, aber auch die Frage nach der Finanzierung von Folgeprojekten. Referenten zum Thema Film 2.0 sind Stefan Kluge, Gründer des OpenSource Netlabels VEB Film Leipzig, und Tino Kreßner, Produzent und Vermarkter des Films “Mitfahrgelegenheit” sowie des dazu gehörigen interaktiven Projekts “Filmtrip”, beide Pioniere des deutschen OpenSource-Films.

Ein hervorragendes Beispiel, wie viel Aufmerksamkeit sich beispielsweise via Filesharing erzeugen lässt, ist der Film“The Man from Earth”. Nach Aussage des Produzenten Eric D. Wilkinson besaß der Film nahezu kein Werbebudget, fand aber dennoch über Filesharing millionenfache Verbreitung, einhergehend mit äußerst positiven Kritiken innerhalb der IMDb (Internet Movie Database). Wilkinson dankte den Usern und überlegt nun, seinen nächsten Film selber im Netz zu veröffentlichen. Wie man sieht kann Filesharing also nicht nur zerstörerisch wirken. Im Übrigen ist “The Man from Earth” wirklich sehenswert…

Hier gefunden: medien-mittweida.de, gulli.com

Werbemaschine Web 2.0

25. März 2008 von hn

Personalisierte Werbung existiert bereits seit einigen Jahren, aber erst die Flut an Web 2.0-Applikationen und Nutzern macht diese Form der Werbung wirklich nutzbar. Aus den verschiedensten Quellen wie Suchanfragen, Blogs, Sozialen Netzwerken oder allgemeinen Netz-Profilen werden Informationen über die User gesammelt und dann über die IP-Adresse einem bestimmten Rechner zugeordnet. Die gesammelten Informationen werden dazu verwendet, auf die betreffende Person zugeschnittene, individualisierte Werbung zu verbreiten. Der Vorteil für Werbende liegt auf der Hand: Es existieren nahezu keine Streuverluste, die Werbung erreicht immer die passende Zielgruppe.

Jeder Internetnutzer sollte sich im klaren darüber sein, dass er im Netz digitale Spuren hinterlässt. Dagegen gibt es zwar einige datenschutzrechtliche Bedenken und auch schon Gegenmaßnahmen, innerhalb der EU beispielsweise dürfen personenbezogene Daten nur mit Einwilligung der Nutzer erhoben werden. Dennoch gilt: der einfachste Schutz vor Datenklau und unerwünschter Werbung bleibt der verantwortliche Umgang mit persönlichen Daten.

Hier gefunden: Die Presse.com

 

Studie: Wirkung von Webvideos

7. September 2007 von mah

Das Ergebnis der Studie „takeGAS“ (Tomorrow Focus und Online-Marketing-Dienstleister DoubleClick) zeigt: Webvideos steigern das Kaufinteresse.

Hier gefunden: openPR

Via: Internet World Business