Einträge mit dem Tag ‘Webvideos’

Das Gras-Matsch-Pferd vs. Internetzensur in China

30. März 2009 von hn

Findige Chinesen haben einen neuen Weg entdeckt, die Internetzensur in ihrem Land zu umgehen: das Gras-Matsch-Pferd. Hierbei handelt es sich um ein lamaartiges Tier aus einem YouTube-Video. Das Gras-Matsch-Pferd hat einen etwas irren Blick und hopst zu fröhlicher Musik beschwingt über grüne Wiesen. Klingt niedlich bis debil, aber dennoch ist das Tier eine Ikone des Protests geworden. Der Grund: im Original heißt das Tierchen “Cao Ni Ma”, was man eben mit Gras-Matsch-Pferd übersetzen könnte… Spricht man den Namen aber aus, klingt dies ebenso wie eine üble Beschimpfung.

Im Internet kursieren zahlreiche Videos, Gedichte und Kinderlieder über das Gras-Matsch-Pferd. Regelmäßig muss es zum Beispiel gegen “Flusskrebse” antreten, was auf Mandarin ausgesprochen so ähnlich klingt wie “Zensur”. Die Krebse versuchen, den Gras-Matsch-Pferden etwas von ihrem Grasland zu entreissen, wobei “Grasland” wiederum wie “Meinungsfreiheit” klingt. Das aber lassen sich die Gras-Matsch-Pferde natürlich nicht gefallen, sie sind schließlich stark und mutig…

Da die chinesischen Internetzensoren den Wortwitz aus den Videos mithilfe ihrer Suchmaschinen, mit denen sonst politische Negativschlagzeilen oder sexuelle Inhalte gefiltert werden, nicht entdecken konnten, ging das Spielchen lange Zeit gut. Vor kurzem wurden die Behörden dann aber doch auf die Tierchen aufmerksam. Angeblich hatten sie in einem “New York Times”-Artikel darüber gelesen. Jetzt berichten Blogger, dass sich die Videos von China aus nicht mehr öffnen lassen. Dem Hype um das Tierchen tut das aber anscheinend keinen Abbruch, erste Händler verkaufen bereits Kuscheltiere…

Hier gefunden: FTD.de

Cyber-Krieg im Gaza-Streifen

6. Januar 2009 von hn

Im Krieg zwischen Israel und der Hamas zeigt sich erneut - ähnlich wie beim Kaukasus-Konflikt zwischen Russland und Georgien - wie wichtig das Web 2.0 im Kampf um die öffentliche Meinung geworden ist. Sowohl Israel, das einen eigenen YouTube-Kanal eingerichtet hat, als auch die Hamas nutzen das Web, um Informationen zu verbreiten. Auch der Microblogging-Dienst Twitter spielt wie bei den Terroranschlägen in Mumbai eine große Rolle. So hat das israelische Konsulat in New York einen Twitter-Feed gestartet, der in einer Woche bereits 2.900 Abonnenten verbuchen konnte.

Neben den offiziellen Stellen existieren zahlreiche private Blogs, die Berichte über die Ereignisse direkt aus dem Gaza-Streifen veröffentlichen. Dazu gehört beispielsweise das Blog des Journalisten Samah Habeeb oder das der kanadischen Menschenrechtsanwältin und Journalistin Eva Bartlett. Auch die bekannte Onlinezeitung Huffington Post berichtet aus dem Gaza-Streifen. Auf dem Bloghost Wordpress werden im fünf-Minuten-Takt neue Blogeinträge veröffentlicht, auch auf Twitter finden sich tausende Diskussionsbeiträge, die mit dem Schlüsselwort “Gaza” versehen sind.

Nachdem die israelischen Videos auf YouTube von vielen Nutzern als unangebracht eingestuft und kurzeitig aus dem Netz genommen wurden sind sie nun wieder allen zugänglich. Dennoch plant Israel die Einrichtung eines eigenen Blogs, auf dem Videos der Armee ohne Einschränkung veröffentlicht werden sollen.

Hier gefunden: digitalproduction.com, computerwoche.de

Wörterbuch der nächsten Generation

25. September 2008 von hg

Auf Wordia, einem neuen Social-Media-Angebot, erklären User ihre Lieblingsbegriffe in einem Youtube-Video. Das klingt nach einem großen Spaß. Schon vor rund zwanzig Jahren erfreute sich das deutsche Fernsehpublikum an einem ähnlichen Konzept, genannt Dingsda. Die Erfinder von Wordia sehen aber in dem Portal mehr als eine Spielerei. Sie gehen davon aus, dass die Visualisierung eines Begriffs dessen Bedeutung leichter erkennbar macht. Und falls die visuelle Erläuterung doch nicht so eindeutig ist, dann hat Wordia noch HarperCollins mit seinem Onlinewörterbuch an Bord, das ganz altmodisch das betreffende Wort schriftlich erklärt.

Hier gefunden: Tages-Anzeiger Online

Computer statt Stereoanlage

3. Juni 2008 von mah

Nein, Print ist nicht tot - auch nicht das Fernsehen. Auch wenn einige Medien titeln “Das Internet verdrängt traditionelle Medien bei Jugendlichen”, so ist damit nicht gemeint, dass sie “traditionelle Medien” nicht mehr nutzen. Lediglich die CD wird immer stärker von Musik im MP 3-Format abgelöst.

Die Langzeitstudie “Medienkonvergenz Monitoring” der Universität Leipzig stellt fest, dass Jugendliche immer stärker Online-Videos konsumieren. 92 Prozent aller Befragten haben sich schon mal ein Video auf Youtube oder anderen Plattformen angesehen, 40 Prozent tun dies regelmäßig. Ebenfalls 40 Prozent haben sogar schon eigene Videos online gestellt. Was schauen sich die Jugendlichen denn an? Zwei Drittel derjenigen, die sich für Musik interessieren suchen nach Musikvideos, jeder zweite Filminteressierte schaut sich Online-Videos zu Filmen an.

Hier gefunden: absatzwirtschaft online

Studie: Wirkung von Webvideos

7. September 2007 von mah

Das Ergebnis der Studie „takeGAS“ (Tomorrow Focus und Online-Marketing-Dienstleister DoubleClick) zeigt: Webvideos steigern das Kaufinteresse.

Hier gefunden: openPR

Via: Internet World Business