Einträge mit dem Tag ‘Web 2.0’

Linktipp: ARD/ZDF Onlinestudie 2010

12. August 2010 von che

Jedes Jahr auf’s Neue veröffentlichen ARD und ZDF eine Studie zum Online-Verhalten der Deutschen. Seriöse Zahlen und spitze Kommentare gegenüber der Netz-Community verschmelzen zu einem immer wieder gerne zitierten Dokument. Die öffentlich-rechtliche Referenz verhilft der Studie dabei mit Sicherheit zur entsprechenden Popularität.

Die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2010 sind in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift “Media Perspektiven” (MP 7/2010) dokumentiert und online unter www.ard-zdf-onlinestudie.de abrufbar. Einen Klick ist die Seite auf jeden Fall wert.

DAX 30 Unternehmen und Facebook, Twitter & Co.

7. Dezember 2009 von mah

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Prof. Dr. Lothar Rolke und Louisa Flocke von der Fachhochschule Mainz zeigen, dass rund drei Viertel der DAX 30 -Unternehmen mittlerweile im Netz twittern und knapp zwei Drittel auf Youtube vertreten sind. Facebook hingegen wird nur von der Hälfte eingesetzt. Nur 30% der größten deutschen Aktienunternehmen zeigen sich in der Blogosphäre mit einem Auftritt. Die Ergebnisse der Studie zeigen auch, wie unterschiedlich die Einsätze der großen DAX Unternehmen im Web 2.0 sind. Manche Unternehmen seien gar nicht vertreten, andere hingegen wie BMW, VW und Daimler sind auf Facebook, Youtube und Twitter präsent und führen außerdem firmeneigene Blogs.

Von einer Verweigerungshaltung hinsichtlich des Social Web rät Wirtschaftsprofessor Lothar Rolke jedoch ab. Einserseits bestünde die Gefahr, dass andere den Markennamen in Fake-Accounts nutzen. Andererseits sieht er die Vorteile von Web 2.0-Plattformen für die Markenbildung.

Die große Chance für Unternehmen durch die Nutzung von Social Media ist, dass sie sich ein Gesicht geben, sich “entanonymisieren” und “vermenschlichen”. Außerdem kann sich die Produkt-Qualität steigern und ein Mehrwert für den Konsumenten enstehen, wenn die Unternehmen auf Ideen, Kommentaren und Anregungen der User eingehen.

Klare Social Media-Strategien seien laut Rolke und Flocke noch nicht erkennbar. Erfolge gibt es dennoch: So zum Beispiele die YouTube Channel: Adidas (adidasOriginals2009) und Siemens (siemensanswers) oder den Lufthansa Twitter Account.

Hier für Sie gefunden: The Strategy Web

re:publica 09

6. April 2009 von mah

Statt einer ausführlichen Nachlese zu einer Konferenz, die an unterschiedlichen Stellen bereits vollzogen wurde, anbei ein paar subjektiv ausgewählte Erkenntnisse:

  • “Shift happens” - Das Motto der re:publica wird in vielen Bereichen deutlich. Immer mehr Menschen wird klar, dass sich Kommunikation und Mediennutzung verändern (deutlich wird dies nicht zuletzt über den Andrang auf der Konferenz und an der Masse der Beiträge über die Konferenz).  Allerdings weiß noch kaum jemand, wie man mit dieser Erkenntnis umgehen soll. Don Dahlmann drückt das treffend aus:  “Niemand negiert, dass der Wandel da ist, aber keiner weiß, was man mit ihm anfangen soll.”
  • Politik 2.0: Politik und vor allem der Wahlkampf ist immer ein Thema, bei dem man nicht an den USA vorbeikommt. Deshalb hat dieser Themenkomplex auf der Konferenz auch einen großen Teil eingenommen. Interessant: Obamas Online-Aktivitäten waren gar nicht 2.0, sondern 1.5, nämlich relativ kontrolliert (in Anlehnung an Lilleker/Jackson). Das Internet wurde in erster Linie genutzt, um Wählerstimmen zu gewinnen.  Spenden sammeln war nur ein Unterziel. Damit das funktionierte, gab es für jede Online-Aktivität ein Offline-Pendant (z.B. Nachbarschaftstreffen, Gespräche). In der Öffentlichkeitsarbeit standen klassische Medien im Mittelpunkt, nicht Social Media. In einem Interview mit der taz formuliert Obama-Wahlkampfberaterin Mary C. Joyce ihren Standpunkt folgendermaßen: “Das Internet ist ein Instrument, kein Ziel an sich.”
  • Medizin 2.0: Auch im Bereich Medizin und Gesundheitsversorgung tut sich einiges. Mehr Transparenz in der Auswahl der Ärzte ermöglichen Ärztebewertungsportale. Ein sehr detaillierter Austausch über Symptome und Medikationen findet in Patientencommunities statt. Bleibt die spannenden Frage: Wie stark werden auch in Deutschland in Zukunft Entscheidungen über die Wahl des Arztes, Behandlungsformen und Medikationen von solchen Austauschplattformen beeinflusst? Also unabhängig von Apothekern und den Ärzten selbst.

Papier frisst Zeit

11. Februar 2009 von mah

In der beruflichen Kommunikation nutzen Europäer am häufigsten Telefon und E-Mail. Dies ermittelt eine Studie des Forschungsinstituts Forrester, das eine Umfrage unter 3.000 europäischen Angestellten durchführte. Blogs, Wikis und soziale Netwzwerke führen noch ein Schattendasein in der Kommunikation im beruflichen Umfeld. Gründe sind mangelnde Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit neuen Anwendungen und Skepsis darüber, dass Social Media die Zusammenarbeit effizienter machen können. Die meisten Befragten sind grundsätzlich zufrieden mit den Kommunikationsmitteln, die ihnen zur Verfügung stehen.

Auf der Suche nach effizienteren und schnelleren Möglichkeiten des Austauschs ist aber doch die Mehrheit (70 Prozent).  Besonders “papierbasierte” Prozesse verlangsamten den Austausch, weshalb sich 62 Prozent der Befragten für einen geringeren Papierverbrauch aussprechen.

Hier gefunden: manager-magazin.de

Politik für alle

2. Februar 2009 von mah

Zuerst die amerikanische Präsidentschaftswahl, jetzt auch noch das Weltwirtschaftsforum in Davos: Die Politik nimmt immer häufiger direkt Kontakt auf und lässt Außenstehende mitreden - via Internet. Youtube, MySpace und Facebook kooperieren mit Journalisten oder sind selbst in der Schweiz vor Ort und Sprachrohr ihrer Nutzer. Auch einige Blogger berichten direkt von dort.

Auch Online-Musterknabe und US-Präsident Barack Obama wird bewundert für seine bislang beispiellose Präsenz im Web 2.0. Darüber konnte er nicht nur Unmengen von Fans um sich scharen, sondern auch sehr viel Geld für seinen Wahlkampf einsammeln. Deutsche Politiker schauen sich diese Erfolge ganz genau an, gehen aber selber nur kleine Schritte in Richtung Kommunikation über Social Media. Beliebteste Ausrede: Die politische Kultur in Deutschland - es zählen nicht Persönlichkeiten, sondern Parteien. Aber können nicht auch Parteien Persönlichkeit haben?

Hier gefunden: Zeit OnlineSüdwild

Don’t say Web 2.0!

8. Januar 2009 von hn

Für die Internetbranche steht das Unwort des Jahres fest: Web 2.0. Allerdings wird nicht die Bedeutung des Wortes an sich abgelehnt, sondern die Personen, die es benutzen. Marcus Tandler vom Suchmaschinenoptimierungs-Blog Mediadonis.net hält den Begriff Web 2.0 für ein Buzzword für die Anzugträgerfraktion und argumentiert, dass es nur von denjenigen genutzt wird, die das Web 1.0 verschlafen haben.

Auch Terry von Bibra, Geschäftsführer von Yahoo Deutschland, empfindet die Etikettierung als überholt: “Empfehlen und kommentieren, vernetzen und teilen ist heute bereits Realität und für fast alle erfolgreichen Webangebote gehören diese Themen längst fest zum Alltag.” Noch weiter geht Alexander Felsenberg, Gründungsmitglied des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW): „Wer Web 2.0 sagt, hat es nicht verstanden und/oder arbeitet an Geschäftsmodellen des Web 1.0 und will sich die Konkurrenz vom Halse halten. Das sind alles Vertreter der ,Old New Economy’. Web 2.0 bietet alles das, was wir uns seit der Geburtsstunde vom Web versprochen haben [...].” Man sollte also in Zukunft darauf achten, wem gegenüber man den Begriff Web 2.0 verwendet, sonst gilt man hinterher als Vertreter der “Old New Economy”…

Hier gefunden: internetworld.de

Cyber-Krieg im Gaza-Streifen

6. Januar 2009 von hn

Im Krieg zwischen Israel und der Hamas zeigt sich erneut - ähnlich wie beim Kaukasus-Konflikt zwischen Russland und Georgien - wie wichtig das Web 2.0 im Kampf um die öffentliche Meinung geworden ist. Sowohl Israel, das einen eigenen YouTube-Kanal eingerichtet hat, als auch die Hamas nutzen das Web, um Informationen zu verbreiten. Auch der Microblogging-Dienst Twitter spielt wie bei den Terroranschlägen in Mumbai eine große Rolle. So hat das israelische Konsulat in New York einen Twitter-Feed gestartet, der in einer Woche bereits 2.900 Abonnenten verbuchen konnte.

Neben den offiziellen Stellen existieren zahlreiche private Blogs, die Berichte über die Ereignisse direkt aus dem Gaza-Streifen veröffentlichen. Dazu gehört beispielsweise das Blog des Journalisten Samah Habeeb oder das der kanadischen Menschenrechtsanwältin und Journalistin Eva Bartlett. Auch die bekannte Onlinezeitung Huffington Post berichtet aus dem Gaza-Streifen. Auf dem Bloghost Wordpress werden im fünf-Minuten-Takt neue Blogeinträge veröffentlicht, auch auf Twitter finden sich tausende Diskussionsbeiträge, die mit dem Schlüsselwort “Gaza” versehen sind.

Nachdem die israelischen Videos auf YouTube von vielen Nutzern als unangebracht eingestuft und kurzeitig aus dem Netz genommen wurden sind sie nun wieder allen zugänglich. Dennoch plant Israel die Einrichtung eines eigenen Blogs, auf dem Videos der Armee ohne Einschränkung veröffentlicht werden sollen.

Hier gefunden: digitalproduction.com, computerwoche.de

Web 2.0 - Web-Zwei-Nulliger…

30. Dezember 2008 von mah

Wie Web-Zwei-Nullig eine Website ist, lässt sich mit dem Web 2.0-Validator ermitteln. Das Ergebnis ist allerdings mehr zum Schmunzeln als Ernst zu nehmen. Wer sich über die Feiertage ein wenig von Social Media erholen möchte, kann sich im Web 2.0 Ruheraum entspannen.

Hier gefunden: News.de

Wie wahr sind Informationen aus dem Netz?

12. Dezember 2008 von hn

“Web 2.0 Anwendungen bringen bestehende Internet-Technologien an ihr Limit; daher mussten auch seriöse Programmentwickler [...] auf Hacks und Lücken im System zurückgreifen”, berichtet der ENISA-Experte Giles Hogben. “Es überrascht nicht, dass Kriminelle genau diese Anwendungen angreifen und sie als Vehikel nutzen, um bösartige Codes an die Nutzer zu verteilen.”

Dies ist aber nicht das einzige Problem, dass aus Web 2.0-Anwendungen erwächst. Ein weiteres großes Problem ist es, den Wahrheitsgehalt von Informationen einzuschätzen, wenn Autor oder Absender unbekannt sind. In einer aktuellen Erhebung untersucht die ENISA, welche Strategien Internet-Nutzer anwenden, um Informationen aus dem Web zu verifizieren. Das Ergebnis ist überraschend bis bedenklich: Die Mehrzahl der Nutzer schätzt eine Quelle bereits dann als vertrauenswürdig ein, wenn sie mehr als einmal im Netz zu finden ist.

Ob eine solche Strategie im Zeitalter von Blogs und Wikis, die häufig eine Tendenz zur Verbreitung von Gerüchten aufweisen, erfolgversprechend sein kann, ist mehr als fraglich. Andrea Pirotti, Geschäftsführer der ENISA, zu diesem Thema: “Wir benötigen bessere Instrumente, um das Vertrauen in die Informationen der Web 2.0-Welt zu stärken.”

Die Erhebung der ENISA wurde von internationalen Internet-Sicherheitsexperten erstellt und enthält unter anderem auch einen Maßnahmenkatalog zur Verbesserung von Standards und Architektur des Internets.

Hier gefunden: kefk.org, download-antivirus.de

Marketing im Web 2.0 steht noch am Anfang

17. November 2008 von hg

Zu dieser Selbsterkenntnis kommen die Mitglieder des Verbandes Marketing Executives Networking Group (MENG), in dem sich Spitzenkräfte des Marketingmetiers zusammengeschlossen haben, um sich gegenseitig mit ihrer Expertise zu befruchten. Im Rahmen der Studie von MENG outen sich zwei Drittel der befragten Top-Marketer als Web 2.0-Anfänger. Über 80 Prozent der Manager verzichten auch auf eine regelmäßige Bewertung der Investitionen in soziale Medien. Ein Erklärungsversuch setzt an der Unsicherheit an, den geeigneten Startpunkt zu finden. Der Aufholbedarf ist klar. Auch wenn die Integration von Web 2.0-Maßnahmen noch schleppend verläuft, sind sich die Vermarktungsexperten einig, dass ihnen hier ein überaus geeignetes Instrument zur Kundenkommunikation bei im Vergleich zu traditionellen Medien relativ geringen Kosten zur Verfügung steht. Dementsprechend betonen die Studienteilnehmer den besonderen Wert von Communities, Blogs und Videoportalen.

Hier gefunden: absatzwirtschaft.de