Einträge mit dem Tag ‘Virales Marketing’

Burger statt Freunde

14. Januar 2009 von mah

Burger King führt derzeit in den USA eine virale Kampagne durch, bei der Facebook-Nutzer einen Gratis-Burger erhalten können. Einzige Voraussetzung ist, dass sie zehn Facebook-Kontakten die Freundschaft kündigen. Die betreffenden Personen erhalten eine Nachricht, dass der Kontakt einem Burger geopfert wurde. Die Kampagnenmacher sind vom Erfolg der Kampagne überzeugt. Bislang hätten sich über 180.000 Personen an der Aktion beteiligt und diese würden sich im Schnitt rund eine Stunde mit der Marke beschäftigen - schließlich benötigt es einige Zeit, zehn Kontakte auszuwählen.

Hier gefunden: medienhandbuch.de, Business & IT

Marketing in schwierigen Zeiten

26. November 2008 von hg

In der Krise sind kreative und weniger kostenintensive Ideen gefragt. Philip Kotler, allen etablierten und angehenden Marketingspezialisten aus ihrem Bücherregal bekannt, plädiert für Sparsamkeit, aber an der richtigen Stelle. Auf keinen Fall dürfen Marke und Kundenbindung leiden. Anstelle teurer Anzeigenkampagnen ist der Einsatz von PR-Maßnahmen mit dem Fokus auf soziale Medien eine Alternative. Hier lässt sich die Energie der Kunden nutzen, um einer Marke Schwung zu verleihen. Voraussetzung ist der Abschied von der üblicherweise praktizierten Einweg-Kommunikation. Marketingabteilungen müssen mit Produkt- und Markenbotschaften die Plattformen ihrer Zielgruppen finden. So eignen sich Spezialisten-Blogs durchaus für Vermarktung im Business-to-business-Bereich. Mundpropaganda durch Kunden, die sich eingebunden und ernst genommen fühlen, ist nicht zu unterschätzen. Deswegen sollten sich Unternehmen auch nicht scheuen, Konsumenten die kritische Auseinandersetzung mit dem Unternehmen und seinen Produkten zu erleichtern. So lässt sich Verbesserungspotenzial aufdecken und die Glaubwürdigkeit steigern. Virale Marketingansätze lassen sich schwer steuern. Umso wichtiger ist es, Transparenz über die Stimmungen und Meinungen zur Marke und den Produkten zu gewinnen. Die Zahlen der Firmen, die spezialisierte Dienstleister zum Meinungsmonitoring im Web einsetzen sind nach Kotlers Meinung noch viel zu gering.

Hier gefunden: ftd.de

OpenSource in der Filmwelt

30. Oktober 2008 von hn

Eines der Themen auf dem Medienforum Mittweida, das vom 10. - 12.11.08 stattfindet, ist Film 2.0. Dabei geht es darum, ein Konzept, dass in der Softwarebranche seit Jahren Anwendung findet, auf das Filmemachen zu übertragen. Hierbei handelt es sich um OpenSource-Filme, bei denen die Macher sich bewusst gegen ein Copyright entscheiden und den Zuschauern jegliche Weiterverbreitung ihrer Werke gestatten. Auf diese Weise können auch Low Budget-Produktionen ein Millionenpublikum erreichen.

Diskutiert werden auf dem Medienforum Themen wie Filmvermarktung 2.0, User Generated Advertising, virales Marketing oder die Geschichte der Raubkopien, aber auch die Frage nach der Finanzierung von Folgeprojekten. Referenten zum Thema Film 2.0 sind Stefan Kluge, Gründer des OpenSource Netlabels VEB Film Leipzig, und Tino Kreßner, Produzent und Vermarkter des Films “Mitfahrgelegenheit” sowie des dazu gehörigen interaktiven Projekts “Filmtrip”, beide Pioniere des deutschen OpenSource-Films.

Ein hervorragendes Beispiel, wie viel Aufmerksamkeit sich beispielsweise via Filesharing erzeugen lässt, ist der Film“The Man from Earth”. Nach Aussage des Produzenten Eric D. Wilkinson besaß der Film nahezu kein Werbebudget, fand aber dennoch über Filesharing millionenfache Verbreitung, einhergehend mit äußerst positiven Kritiken innerhalb der IMDb (Internet Movie Database). Wilkinson dankte den Usern und überlegt nun, seinen nächsten Film selber im Netz zu veröffentlichen. Wie man sieht kann Filesharing also nicht nur zerstörerisch wirken. Im Übrigen ist “The Man from Earth” wirklich sehenswert…

Hier gefunden: medien-mittweida.de, gulli.com

Manta Reloaded?

5. August 2008 von hn

Derzeit sorgt ein YouTube-Video für Aufsehen, das angeblich die wahre Geschichte der Manta-Witze erzählt. In dem Clip erzählt der Komiker Karl Dall, er habe die ersten einhundert Manta-Witze auf Geheiß und Bezahlung von Porsche selbst erfunden, um den Konkurrenten Opel der Lächerlichkeit preiszugeben. Innerhalb des Videos taucht auch ein unkenntlich gemachter Mann, angeblich ein Ex-Mitarbeiter Porsches, auf, der die Aktion organisiert und finanziert haben soll.

Sofort spekulierte die Blogosphäre, ob Opel die Wiedereinführung des Mantas plane. Sowohl Porsche als auch Opel wiesen jede Verbindung zur Viralen Kampagne von sich. Dahinter stecken laut “Spiegel Online” zwei Stuttgarter Filmstudenten, die mit dem Video zeigen wollten, “wohin es gehen könnte mit einer Werbung”. Dieses Vorhaben scheint ihnen gelungen zu sein…

Hier gefunden: Werben & Verkaufen

“Anreize” oder Bestechungsversuch?

24. Juli 2008 von hn

Der Verlag Gruner + Jahr hat für erhebliche Aufregung in der Blogosphäre gesorgt. Um seiner bislang eher erfolglosen Geo-Reisecommunity auf die Sprünge zu helfen hat G + J die Agentur Dot-Films eingeschaltet. Diese hat verschiedene Blogger angeschrieben und ihnen “Anreize” von bis zu 150 Euro für Äußerungen über die Community geboten.

Der Handelsblatt-Blogger Thomas Knüwer äußert sich zu diesem Vorgehen folgendermaßen: “Vielleicht lesen Sie in den kommenden Tagen und Wochen in deutschen Weblogs recht positive Besprechungen der Reisecommunity des Gruner + Jahr-Magazins “Geo”. Das allerdings wäre traurig. Denn dann wäre die Bestechung des “Geo”-Dienstleisters Dot-Films erfolgreich gewesen. “

Als Reaktion auf die erhebliche Aufregung innerhalb der Blogosphäre macht sich Dot-Films nun für einen Disclaimer stark, damit Blogger klar kommunizieren können, auf wessen Anregung ein prämiertes Posting entstanden ist. Neu ist das ganze Vorgehen von Gruner + Jahr allerdings nicht wirklich, vor kurzem hatte schon Tchibo Päckchen ohne Absender mit einem Handy, Zahnbürste und Rasierer an Blogger versendet, um virales Marketing für seine Online-Plattform Tchibo Ideas zu betreiben. Je nach persönlicher Sichtweise könnte man auch dieses Vorgehen als Bestechungsversuch wahrnehmen…

Hier gefunden: Werben&Verkaufen, blog.handelsblatt.de, medienhandbuch.de

Ansteckende “Moorhühner”

20. Mai 2008 von ak

Was hat das “Moorhuhn-Spiel” mit Viralem Marketing zu tun? Sehr viel. Und was hat das “Moorhuhn” mit Whiskey zu tun? Mindestens genauso viel. Johnnie Walker hat seinerzeit das Moorhuhn-Werbespiel initiiert. Es hat nur wenig Zeit in Anspruch genommen, bis sich das Spiel verbreitet hatte und dies allein durch Mundpropaganda-Effekte.

Martin Oetting, trnd AG, hat auf deutsche-startups.de einen zweiteiligen Beitrag zum “Viral Marketing” und “wie funktioniert das eigentlich?” veröffentlicht. Es gibt zwei Wege, ein Produkt erfolgreich zu platzieren: “ansteckende Produkte” - die Mund-zu-Mund-Propaganda ist bereits direkt in das Produkt integriert oder “ansteckende Beziehungspflege” - das meint die Arbeit mit Meinungsführeren und Empfehlern. (Zum Weiterlesen geht es zu Teil 1 und 2.) biz-AWARDS greift die Mini-Serie auf und fragt nach dem “Fluch oder Segen” dieser Marketing-Form und so heißt es dort: “Viral-Marketing ist in aller Munde und erzeugt doch viel Ahnungslosigkeit auf allen Seiten”.

Welche Mittel werden eingesetzt, um den Konsumenten anzustecken?

Ein lesenswerter 3sat.online-Artikel stellt nicht nur die Formen des Viralen Marketings vor, also den Viralen Clip, Fake Blogs und Alternate Reality Games (Schnitzeljagd bzw. Suchspiel im Internet), sondern diskutiert Beispiele und spart auch nicht die Nebenwirkungen viraler Kampagnen aus. Die wahren Interessen, die hinter einem Blog, einem Videoclip oder einem Online-Spiel stehen, sind verschleiert. “Das Internet bekommt so einen Subtext, einen doppelten Boden.”

Wer ist die Zielgruppe?

Innofact hat im Auftrag der Tomorrow Focus AG über 1.500 Internetnutzer befragt. Die Zielgruppe der 20- bis 29jährigen leitet bevorzugt Werbeinhalte weiter, die wiederum an Medien gebunden sind, die einen hohen Unterhaltungswert haben. Solange der Sponsor beim Online-Gaming dezent auftritt, der User weder Spam noch Viren in den werbefinanzierten Inhalten vermutet oder aber Video-Clips nicht durch Unterbrecher-Werbung an Reiz verlieren, werden sie weitergeleitet. Die Hauptverbreiter viraler Werbebotschaften sind männlich und älter als der durchschnittliche Community-Nutzer.

Hier gefunden: 3sat.online, acquisa, biz-AWARDS Teil 1, biz-AWARDS Teil 2