Einträge mit dem Tag ‘User-generated-Content’

Web-Radio in “echt”

26. Oktober 2009 von hn

In den USA hat das Web-Radio Jelli eine Vereinbarung mit dem Radiobetreiber Triton Digital geschlossen und wird ab 2010 landesweit auf etwa 4.500 Stationen zweimal täglich einen festen Sendeplatz erhalten. Im Netz ist der Sender mit drei Kanälen rund um die Uhr vertreten.

Da Jelli sich als “demokratisches Radio” versteht, bestimmen die User über ihr Votum, welche Titel in welcher Reihenfolge gespielt werden. Mithilfe von “Bomben” und “Raketen”, die nur eingeschränkt zur Verfügung stehen, können Titel an die Spitze gebracht oder aus den Playlisten enfernt werden. Sogar der Abbruch eines bereits laufenden Songs soll möglich sein. Via Telefon oder Twitter sollen die Nutzer auch selbst zu Wort kommen können, Twitter-Nachrichten werden dann über eine Text-to-speech-Engine vorgelesen. In Deutschland betreibt der private Radiosender bigFM ein ähnliches Projekt, das nächste Ziel von Jelli soll Australien sein.

Hier gefunden: heise.de

Das gedruckte Blog

26. Januar 2009 von hn

In den USA startet am 27. Januar ein interessantes Experiment. “Wir versuchen, die erste gedruckte Tageszeitung auf die Beine zu stellen, die ausschließlich aus Blog-Einträgen und anderen User-generierten Inhalten besteht”, erklärt Joshua Karp, Gründer und Herausgeber des “The Printed Blog”. Der Start erfolgt zunächst als wöchentliches Gratis-Blatt in Chicago und San Francisco, langfristig angedacht ist eine Erscheinungsweise von zweimal täglich.

Der Gründer zeigt sich überzeugt vom Erfolg seines Produktes.”‘The Printed Blog’ wird die Art und Weise, wie Menschen Nachrichten und andere Informationen konsumieren, grundlegend verändern”, so Karp. Auf der Website von “The Printed Blog” ruft Karp dann auch gleich die Nutzer dazu auf, Inhalte zur Verfügung zu stellen.

Durch dieses Vorgehen verspricht sich das Blatt einen großen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber anderen Titeln auf dem momentan schwer gebeulteten Markt für Print-Erzeugnisse. Ein beträchtlicher Teil des Budgets von herkömmlichen Zeitungen entfällt auf Mitarbeiter und Recherche, durch die erhoffte Beteiligung der Web-Community sollen diese Kosten bei “The Printed Blog” nicht entstehen und das Blatt somit wirtschaftlicher werden lassen. Auf jeden Fall ein interessantes Geschäftsmodell: andere die Arbeit machen lassen und selber daran verdienen. Ob sich Outsourcing an unbezahlte Amateur-Journalisten als neuer Trend etablieren lässt bleibt aber abzuwarten…

Hier gefunden: htmlopen.de, kleinreport.ch

Cyber-Krieg im Gaza-Streifen

6. Januar 2009 von hn

Im Krieg zwischen Israel und der Hamas zeigt sich erneut - ähnlich wie beim Kaukasus-Konflikt zwischen Russland und Georgien - wie wichtig das Web 2.0 im Kampf um die öffentliche Meinung geworden ist. Sowohl Israel, das einen eigenen YouTube-Kanal eingerichtet hat, als auch die Hamas nutzen das Web, um Informationen zu verbreiten. Auch der Microblogging-Dienst Twitter spielt wie bei den Terroranschlägen in Mumbai eine große Rolle. So hat das israelische Konsulat in New York einen Twitter-Feed gestartet, der in einer Woche bereits 2.900 Abonnenten verbuchen konnte.

Neben den offiziellen Stellen existieren zahlreiche private Blogs, die Berichte über die Ereignisse direkt aus dem Gaza-Streifen veröffentlichen. Dazu gehört beispielsweise das Blog des Journalisten Samah Habeeb oder das der kanadischen Menschenrechtsanwältin und Journalistin Eva Bartlett. Auch die bekannte Onlinezeitung Huffington Post berichtet aus dem Gaza-Streifen. Auf dem Bloghost Wordpress werden im fünf-Minuten-Takt neue Blogeinträge veröffentlicht, auch auf Twitter finden sich tausende Diskussionsbeiträge, die mit dem Schlüsselwort “Gaza” versehen sind.

Nachdem die israelischen Videos auf YouTube von vielen Nutzern als unangebracht eingestuft und kurzeitig aus dem Netz genommen wurden sind sie nun wieder allen zugänglich. Dennoch plant Israel die Einrichtung eines eigenen Blogs, auf dem Videos der Armee ohne Einschränkung veröffentlicht werden sollen.

Hier gefunden: digitalproduction.com, computerwoche.de

Web 2.0 und Unternehmenskultur

27. November 2008 von hg

Die Einführung und der dauerhafte Betrieb von sozialen Medien in einem Unternehmen können nur über die aktive Einbindung der betroffenen Mitarbeiter erfolgen. Prägen Misstrauen und verbissene Konkurrenzkämpfen eine Unternehmenskultur, ist eine erfolgreiche Umsetzung von sozialer Software wie Blogs, Wikis und Communities ernsthaft gefährdet. Zu diesem Ergebnis kommt das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in einer Untersuchung. Die Arbeitswissenschaftler fokussieren ihre Betrachtungen auf drei Ebenen: die Organisation des Unternehmens als formaler Rahmen, die in Gruppen abgebildeten Teams und das Individuum.

Eine offene Unternehmenskultur, die für Meinungsaustausch und Vertrauen steht, gestattet die glaubwürdige Einführung durch Mitarbeiter bestückter Medien, bei gleichzeitigem Verzicht auf redaktionelle Eingriffe durch die Unternehmensführung. Auf der Teamebene tragen der Glaube an die Leistungs- und Durchsetzungsfähigkeit der eigenen Gruppe sowie das Erlebnis gemeinsamer Erfolge zur aktiven Teilnahme am Wissensaustausch bei. Auf individueller Ebene gewinnt der Faktor Identifikation mit dem Unternehmen für den Wissensaustausch über Web 2.0-Medien eine wichtige Bedeutung. Auch die Anerkennung, die einem Organisationsmitglied für ein hohes und fachlich überzeugendes Engagement zuteil wird, hat eine motivierende Wirkung.

Es zeigt sich, dass die Einführung sozialer Software kein rein technisches Problem ist. Strukturen in der Organisation müssen den geänderten Anforderungen angepasst werden und damit kommen auf Mitarbeiter und Führungskräfte neue Anforderungen zu.

Hier gefunden: computerwoche.de

“The AvaStar” erloschen

25. November 2008 von hg

Springers Boulevardblatt für die virtuelle Welt “Second Life” ist im Oktober 2008 zum letzten Mal erschienen. Rund zwei Jahre dauerte das Experiment im Metaversum an. In dieser Zeit will die betreuende Redaktion bei “Bild.de” faszinierende und gewinnbringende Erfahrungen im Umgang mit nutzergenerierten Inhalten gesammelt haben und deswegen auch weiterhin ein wohlwollendes Auge auf die Entwicklungen in virtuellen Welten haben.
Da in der realen Welt Serverspeicher und Datenverkehr auch reales Geld kosten, ist es wohl nur eine Frage der Zeit bis die Webseiten des “AvaStar” in deutsch und englisch im digitalen und realen Orkus landen. Wer bisher noch keine Gelegenheit zum Reinschauen hatte, kann sich mit den besten Themen des Jahres 2008 einen Eindruck verschaffen.

Hier gefunden: horizont.net, kress.de

Vom Wert der Medienkompetenz

7. November 2008 von hg

Auf dem diesjährigen Web 2.0-Gipfel in San Francisco waren sich die Experten einig, dass die gewaltige Menge an nutzergenerierten Inhalten ein zweischneidiges Schwert darstellt. Zwar lässt sich gerade die Suche nach speziellem Fachwissen erfolgreicher gestalten, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, die Übersicht im Wust redundanter und überflüssiger Informationen zu verlieren, nicht zu vernachlässigen. Medienkompetenz ist der Schlüssel, sich nicht im Datendschungel zu verirren, und sollte schon frühzeitig gefördert werden. Nur so lässt sich die Seriosität von Quellen bewerten. So bleibt die Gestaltung von intelligenten Informationsfiltern eine der wichtigsten Aufgaben in der Weiterentwicklung von Web 2.0-Technologien.

Hier gefunden: Yahoo! Nachrichten, Vnunet.com

Community Manager organisieren sich

5. November 2008 von hg

Soziale Netzwerke und andere Online-Communities sind im Internetalltag fest etabliert. Um den Betreibern auch als Erlösquelle zu dienen, müssen die nutzergenerierten Inhalte strukturiert werden. Diese Betreuung übernehmen sogenannte Community-Manager. Zur Professionalisierung des Berufsbildes und der Definition der Aufgaben und notwendigen Qualifikationen hat sich der Bundesverband Community Management e.V. gegründet. Eines der wichtigsten Anliegen ist, Community-Management in den Rang eines Ausbildungsberufes zu hieven.

Hier gefunden: shortnews.de; newsmax.de

OpenSource in der Filmwelt

30. Oktober 2008 von hn

Eines der Themen auf dem Medienforum Mittweida, das vom 10. - 12.11.08 stattfindet, ist Film 2.0. Dabei geht es darum, ein Konzept, dass in der Softwarebranche seit Jahren Anwendung findet, auf das Filmemachen zu übertragen. Hierbei handelt es sich um OpenSource-Filme, bei denen die Macher sich bewusst gegen ein Copyright entscheiden und den Zuschauern jegliche Weiterverbreitung ihrer Werke gestatten. Auf diese Weise können auch Low Budget-Produktionen ein Millionenpublikum erreichen.

Diskutiert werden auf dem Medienforum Themen wie Filmvermarktung 2.0, User Generated Advertising, virales Marketing oder die Geschichte der Raubkopien, aber auch die Frage nach der Finanzierung von Folgeprojekten. Referenten zum Thema Film 2.0 sind Stefan Kluge, Gründer des OpenSource Netlabels VEB Film Leipzig, und Tino Kreßner, Produzent und Vermarkter des Films “Mitfahrgelegenheit” sowie des dazu gehörigen interaktiven Projekts “Filmtrip”, beide Pioniere des deutschen OpenSource-Films.

Ein hervorragendes Beispiel, wie viel Aufmerksamkeit sich beispielsweise via Filesharing erzeugen lässt, ist der Film“The Man from Earth”. Nach Aussage des Produzenten Eric D. Wilkinson besaß der Film nahezu kein Werbebudget, fand aber dennoch über Filesharing millionenfache Verbreitung, einhergehend mit äußerst positiven Kritiken innerhalb der IMDb (Internet Movie Database). Wilkinson dankte den Usern und überlegt nun, seinen nächsten Film selber im Netz zu veröffentlichen. Wie man sieht kann Filesharing also nicht nur zerstörerisch wirken. Im Übrigen ist “The Man from Earth” wirklich sehenswert…

Hier gefunden: medien-mittweida.de, gulli.com

Abschlag im Web

24. Juli 2008 von hn

Deutschlands erste Social Community für Golfer ist online. Auf wirsindgolf.net kann sich jeder kostenlos registrieren, sich mit anderen zum Golf verabreden, Scorecards führen, Platzberichte schreiben, Plätze bewerten oder sich über Preise informieren. Die Daten werden von den Nutzern selbst aktualisiert.

„Unsere Idee ist, ein Portal zu schaffen, das internetaffine, sportlich ambitionierte Freizeitgolfer anspricht und für Golfer relevante Service-Angebote mit einem konsequent umgesetzten Web-2.0-Ansatz verbindet – wir sagen dazu auch Golf 2.0. Dem so genannten Social Networking wird bei WirsindGolf.net ebenso Bedeutung beigemessen wie den von registrierten Mitgliedern generierten und für jeden Nutzer zugänglichen Informationen und Inhalten rund um den Golfsport“, so die Gründer über das Konzept von WirsindGolf.net.”

Die Aktivitäten sind allerdings nicht ausschließlich auf den Online-Bereich beschränkt, in Hamburg gibt es bereits eine Städtegruppe, die sich regelmäßig auf dem Platz oder auf der Driving Range trifft.

Hier gefunden: business-on.de

 

Bloggen ohne zu Tippen

2. Juli 2008 von hg

Schreibfaule müssen nicht mehr auf die Segnungen des Web 2.0 verzichten und können alles, was sie der Welt zu sagen haben, über Mitmachradios wie 1000Mikes in Umlauf bringen. Über das Telefon bestücken die Nutzer dieser Live-Audio-Dienste ihre Radiokanäle unabhängig von Ort und Zeit. Die Vorbilder stammen, wie so oft, aus den USA. BlogTalkRadio, seit August 2006 auf Sendung, beschallt das Internet mit den Sendungen von rund 5000 aktiven Radiomachern. Der Reiz dieser Anwendung liegt in der Spontaneität und Authentizität der ohne Tonstudio und nicht immer sauber produzierten Beiträge. Auch für die Betreiber von 1000Mikes soll sich irgendwann der Aufwand lohnen. Dann soll sich der Dienst über Audiowerbung refinanzieren, die die Moderatoren auf freiwilliger Basis selber in ihre Beiträge einbauen. Daraus resultierende Einnahmen werden geteilt.

Hier gefunden: ZDF heute