Einträge mit dem Tag ‘Nutzerverhalten’

Konkurrenz für Xing

10. Februar 2009 von hn

Das Business-Netzwerk zur Vernetzung von Fach- und Führungskräften Xing bekommt Konkurrenz aus Übersee: LinkedIn hat ähnlich wie Facebook, einen deutschen Ableger seines US-Angebots gestartet und plant, bis Ende des Jahres die Nutzerzahlen von heute etwa einer halben Million zu verdoppeln. Zum Vergleich: Marktführer Xing hat in Deutschland bislang ca. 6,5 Millionen Mitglieder.

Um gegen Xing bestehen zu können, setzt LinkedIn unter anderem auf seine globale Reichweite mit weltweit immerhin 35 Millionen Mitgliedern und auf verschiedene Möglichkeiten zur Zusammenarbeit unter den Mitgliedern, etwa Dokumentenaustausch oder eine Schnittstelle zu Twitter. Weitere Anwendungen, zum Teil in Zusammenarbeit mit Partnern, sollen in Planung sein.

Das Geschäftsmodell von LinkedIn ist im Prinzip das gleiche wie bei Xing, neben der Möglichkeit zur kostenlosen Profilerstellung gibt es kostenpflichtige Premium-Angebote. Weitere Einnahmequellen sollen die Platzierung von Stellenangeboten, Online-Werbung und spezifische Unternehmenslösungen sein.

Ob LinkedIn hierzulande tatsächlich größere Marktanteile erreichen kann, bleibt aber abzuwarten. Die Probleme dabei könnten die gleichen sein wie für Facebook, das in Deutschland kaum eine Chance gegen StudiVZ hat, da es nicht als “Innovationstreiber” sondern fälschlicherweise als Plagiat und nicht als das Original gesehen wird. Auf ähnliche Vorurteile könnte auch LinkedIn treffen.

Hier gefunden: rp-online.de

Wie wahr sind Informationen aus dem Netz?

12. Dezember 2008 von hn

“Web 2.0 Anwendungen bringen bestehende Internet-Technologien an ihr Limit; daher mussten auch seriöse Programmentwickler [...] auf Hacks und Lücken im System zurückgreifen”, berichtet der ENISA-Experte Giles Hogben. “Es überrascht nicht, dass Kriminelle genau diese Anwendungen angreifen und sie als Vehikel nutzen, um bösartige Codes an die Nutzer zu verteilen.”

Dies ist aber nicht das einzige Problem, dass aus Web 2.0-Anwendungen erwächst. Ein weiteres großes Problem ist es, den Wahrheitsgehalt von Informationen einzuschätzen, wenn Autor oder Absender unbekannt sind. In einer aktuellen Erhebung untersucht die ENISA, welche Strategien Internet-Nutzer anwenden, um Informationen aus dem Web zu verifizieren. Das Ergebnis ist überraschend bis bedenklich: Die Mehrzahl der Nutzer schätzt eine Quelle bereits dann als vertrauenswürdig ein, wenn sie mehr als einmal im Netz zu finden ist.

Ob eine solche Strategie im Zeitalter von Blogs und Wikis, die häufig eine Tendenz zur Verbreitung von Gerüchten aufweisen, erfolgversprechend sein kann, ist mehr als fraglich. Andrea Pirotti, Geschäftsführer der ENISA, zu diesem Thema: “Wir benötigen bessere Instrumente, um das Vertrauen in die Informationen der Web 2.0-Welt zu stärken.”

Die Erhebung der ENISA wurde von internationalen Internet-Sicherheitsexperten erstellt und enthält unter anderem auch einen Maßnahmenkatalog zur Verbesserung von Standards und Architektur des Internets.

Hier gefunden: kefk.org, download-antivirus.de

Social Commerce mit Widgets anfeuern

11. November 2008 von hg

Shopping Widgets sind kleine Programmtools, die in Internetseiten integriert werden und entweder Informationen liefern oder Interaktionen mit anderen Webangeboten ermöglichen.
Interessant erscheint der Einsatz von E‑Commerce-Applikationen innerhalb von Social Networks wie MySpace, Facebook oder StudiVZ. Nutzer dieser Angebote können diese Gimmicks in die eigenen Profilseiten einbinden, so dass sie dann für jeden sichtbar sind, der vorbeischaut.
Natürlich reicht es als Marketingmaßnahme nicht, ein Widget einfach implementieren zu lassen. Die Applikation muss optimal auf die Zielgruppe eingestellt sein. Mitglieder von sozialen Netzwerken werden solche Tools nur dann auf ihre Profilseiten stellen, wenn sie sicher sein können, entweder einen materiellen oder, vielleicht sogar noch wichtiger, einen Imagegewinn innerhalb ihres digitalen Freundeskreises erzielen zu können.
Onlineshops, die auf Social Commerce bauen wollen, müssen sich dessen bewusst sein, dass Widgets einzigartig und originell sein müssen. Zusatznutzen oder ein hoher Unterhaltungswert bei gleichzeitig einfachster Bedienung stellen nachhaltiges Interesse an der kleinen, den Absatz fördernden Maßnahme sicher. Den Spieltrieb des Einzelnen anzusprechen ist sicherlich kein falscher Ansatz.
Hoffnungslos ist der Einsatz von E‑Commerce-Applikationen in Social Networks, wenn die Zielgruppe des Unternehmens nicht Community-affin ist. Da laufen dann die Maßnahmen unbeachtet ins Leere.

Hier gefunden: internetworld Business

Gräben im Globalen Dorf

23. Oktober 2008 von hg

Die Wirklichkeit des Internets in seiner besonderen Ausprägung in sozialen Netzwerken ist nicht so grenzenlos, wie gerne behauptet wird. Zwar rückt die Welt zusammen, doch es ist immer nur die terra cognita des einzelnen Nutzers. So tauscht er sich über die sozialen Medien problemlos mit seinen in der Welt verstreuten Freunden aus und weiß, ob sie gerade eine Tasse Tee trinken und welche angesagte Band auf ihrem iPod läuft. Aber der Keim für die online gepflegte Freundschaft liegt in der persönlichen Bekanntschaft. Neue interkontinentale Freundschaften lassen sich über soziale Netzwerke schwer schließen, weil die regionalen Präferenzen für Social-Media und deren Nutzung unterschiedlicher nicht sein können. Auf den heimischen Märkten sind diese Plattformen schnell gewachsen und die Platzhirsche. In Asien, zum Beispiel, bewegen sich die User in den dort sehr erfolgreichen Angeboten Cyworld (Korea), Mixi (Japan) und QQ in China. Diese bedienen auch kulturbedingte Vorlieben. So können japanische User bei Mixi ihre Privatsphäre hinter Pseudonymen schützen. Facebook hingegen hat kürzlich Konten von Usern mit ungewöhnlichen Namen ohne viel Federlesen gelöscht. Und auch der wirtschaftliche Erfolg unterscheidet die asiatischen Netzwerke von ihren europäischen und US-amerikanischen Pendants. Während in Asien mit dem Verkauf von Tools für die Personalisierung einer Profilseite, Hintergrundmusik oder Spielen Geld verdient wird, setzen die westlichen Anbieter mit überschaubarem Erfolg auf Werbeerlöse.

Hier gefunden: NZZ online

Die Fassade zählt

19. August 2008 von hn

Eine aktuelle Studie des Providers 1und1 zeigt deutlich, welchen Stellenwert Profile auf Onlineportalen mittlerweile für viele Internetnutzer haben. Eine Umfrage unter 5.000 zufällig ausgewählten Nutzern kommt zu dem Ergebnis, dass 75 Prozent der Deutschen und Amerikaner Menschen nach ihren Online-Profilen beurteilen, bevor sie diese überhaupt persönlich kennenlernen.

Die Studie zeigt dabei auch deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Nationen, bei den Briten beispielsweise gaben nur die wenigsten an, Menschen nach ihren virtuellen Profilen zu beurteilen. Ähnliche Unterschiede zeigen sich auch im Umgang mit persönlichen Daten: Die große Mehrheit der US-Amerikaner zeigt sich besorgt darüber, wie mit ihnen umgegangen wird, während dies in Deutschland, Frankreich und Großbritannien gerade einmal für die Hälfte der Nutzer gilt, in Spanien gar nur für ein Drittel.

Bleibt zu hoffen, dass nicht allzu viele enttäuscht werden, sollten sie tatsächlich einmal die Personen hinter den getunten Profilen kennenlernen…

Hier gefunden: gulli

Freie, Sehnsüchtige und Getriebene

29. Mai 2008 von hn

Mal wieder gibt es eine neue Studie zum Web 2.0, diesmal hat die zum Burda-Verlag gehörende Zeitschrift “Tomorrow” Web 2.0-Nutzergruppen typisiert und deren Nutzbarkeit für die Werbung untersucht. Herausgekommen sind dabei schüchterne und kontaktsuchende “Sehnsüchtige”, informationssuchende “Denker”, emotionale “Fühlende” sowie “Relaxte”, “Getriebene”, “Skeptiker” und “Ruhende”.

Eine besonders große Gruppe (ca. 8 Mio. von ca. 40. Mio deutschen Internetnutzern) stellen allerdings die “Freien” dar, diese gelten als konsum- und markenorientiert und sind aufgrund ihrer Multiplikatorstellung besonders spannend für Werbetreibende. Besonderes Kennzeichen dieser Gruppe ist, dass sie vorwiegend auf Medienkonsum außerhalb des Internets verzichtet und insofern wenig liest oder TV-Programme konsumiert - für Werbung erreichbar ist diese Gruppe also fast ausschließlich online.

So weit, so gut - aber wo bleiben denn eigentlich die “Frustrierten”, die “Digitalen Exhibitionisten” oder die “Unfreien”?

Hier gefunden: tripple.net

Wachstum sozialer Medien

6. Mai 2008 von mah

Weltweit - auch in Deutschland - steigt die Nutzung von Weblogs, Videoportalen und Online-Communities. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie “Social Media Tracker wave.3″ von Universal McCann, die 17 000 Online-Nutzer in 29 Ländern befragte. In Deutschland haben schon 55 Prozent der Internet-Nutzer Blogs gelesen, im Gegensatz zu nur 15 Prozent in 2007. 41 Prozent der deutschen Internet-Nutzer gehören bereits sozialen Netzwerken an (19 Prozent in 2007).

Detailliertere Informationen über Nutzungshäufigkeit, weitere Länder und Formen sozialer Medien können hier kostenlos abgerufen werden.

Hier gefunden: horizont.net

Facebook kann’s nicht lassen…

22. April 2008 von hn

Immer wieder gerät Facebook in die Kritik von Usern und Datenschützern. Nachdem vor einiger Zeit bekannt wurde, dass Facebook das Internet-Verhalten von angemeldeten Usern mithilfe eines “Beacon” genannten Systems speicherte, sieht sich das soziale Netzwerk erneut Kritik gegenüber. Einige Blogger haben herausgefunden, dass Facebook via Google Adwords Werbung mit Klarnamen von Usern schaltete. Inzwischen hat Facebook diese Form der Werbung zwar eingestellt, aber noch keine Stellung zu dem Vorgehen bezogen. Ob es Facebook tröstet, mit Datenschutzverletzungen nicht alleine dazustehen? Auch StudiVZ wurde vor kurzem von der Verbraucherzentrale Bundesverband wegen rechtswidrigen Umgangs mit persönlichen Daten abgemahnt.

Hier gefunden: netzeitung.de

Die AGOF zählt

2. April 2008 von mah

Die aktuelle Markt-Media-Studie der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) zeigt, das bereits 41,32 Millionen Menschen in Deutschland Online sind. Dies sind fast 64 Prozent der deutschen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren. Die Einschätzung der Studie: “Die Überschreitung der 40-Millionen-Grenze dokumentiert die nachhaltige Etablierung des Internets als universelles Informations-, Kommunikations- und Transaktionsmedium - und zwar generationsübergreifend”. Die Jüngeren nutzen das Internet natürlich verhältnismäßig stärker, aber auch 60 Prozent der 50-59 sowie ein Viertel der über 60-Jährigen sind online.

Was sind die häufigsten Aktivitäten der Onliner? Fast alle (97,8 %) informieren sich über Produkte, es folgen E-Mail-Kommunikation (88%), Informationsrecherchen (86,9%) und das Lesen von Nachrichten zum Weltgeschehen (63,9 %).

Hier gefunden: absatzwirtschaft online

Facebook im Rampenlicht

26. November 2007 von ak

In zweierlei Hinsicht macht die Social-Networking-Plattform von sich reden. Im ersten Fall geht es nicht um Grammatik, sondern um Datenschutz - im zweiten Fall geht es um Grammatik, und zwar die korrekte Grammatik.

Facebook setzt Werbebotschaften auf Basis der individuellen Nutzung, also Surfverhaltens, ein. Und das nicht nur mit Daten, die innerhalb der Community gesammelt werden, sondern auch bei Werbekunden von Facebook. Die Bürgerrechtsbewegung Move On hat eine Petition online gestellt, die gegen diese Art von personalisierter Werbung und die Weitergabe von Kundendaten protestiert. Außerdem haben die Datenschützer eine Facebook-Gruppe gegründet, die als Versammlungs- und Protestort genutzt werden kann.

Im zweiten Fall geht es um das Zwangsverb “ist”, das mittlerweile 165.000 Facebook-Mitglieder abschaffen wollen. In der Selbstbeschreibung kann jeder Nutzer seinen Kontakten mitteilen, was er gerade “ist”. Der Satz beginnt immergleich mit “XY is ___”. “Die Poesie stirbt”-Debatte wird heiß diskutiert. Ein kühler Kommentar von Blogger Michael Arrington, Techcrunch: “The Blogosphere Needs A Vacation”.

Hier gefunden: ZDNet, Spiegel Online