Einträge mit dem Tag ‘Micro-Blogging’

Neuigkeiten aus Twitterland (5)

12. August 2010 von ak

“It’s a girl!” titelt Readers Edition - Traumjob für Gabi. Sie ist TJ für MTV, Twitter-Jockey. Vorher hat sie hier getwittert. Und wer mehr haben will als 140 Zeichen, kann ihr Fashion-Blog lesen: Young, Fat & Fabulous.

In den U.S.A. kann mein seit kurzem via Kurzmitteilung Tweets abonnieren, ohne dass man selbst einen Account hat. Also angenommen, man wollte jemandem followen/folgen, dem man  das nicht so offensichtlich zeigen will, ist das doch eine elegante Lösung. Weitere Infos bei Computerbild: Fast Follow.

In Europa twittern 22,5 Millionen Menschen, sagt Comscore in einer aktuellen Analyse, veröffentlicht in der Internetworld Online. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 106 Prozent Anstieg, gemessen von Juni 2009 bis Juni 2010.

Neuigkeiten aus Twitterland (4)

28. Mai 2010 von ak

Die Frankfurter Rundschau greift unter dem Titel “Verflucht berühmt” eine Twitter-Story auf, die außerordentlich amüsant ist. Justin, 29, lebt wieder bei seinem 74 Jahre alten Vater und twittert “sh*tmydadsays”.

Die Geschichte: Er muss wieder bei seinem Vater einziehen, weil er in Los Angeles als Drehbuchautor gescheitert ist. Sein Vater nimmt kein Blatt vor den Mund: “Weißt du, manchmal ist es schön, dich hier zu haben. Aber jetzt gerade nicht. Und nun gib mir die Fernbedienung, wir gucken diesen Bullshit nicht.”

Diese Bonmots erst getwittert, werden zu einem Buch verarbeitet, veröffentlicht und mit William Shatner (zuletzt als Denny Crane in Boston Legal) in der Rolle des Vaters, Sam Halpern, in eine Sitcom verwandelt. Brilliant: “Du - ein veröffentlichter Autor? Internet zählt nicht. Jedes Arschloch kann da seinen Scheiß auskotzen.” - hat aber mit Sicherheit nicht 1,37 Mio. Follower.

DAX 30 Unternehmen und Facebook, Twitter & Co.

7. Dezember 2009 von mah

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Prof. Dr. Lothar Rolke und Louisa Flocke von der Fachhochschule Mainz zeigen, dass rund drei Viertel der DAX 30 -Unternehmen mittlerweile im Netz twittern und knapp zwei Drittel auf Youtube vertreten sind. Facebook hingegen wird nur von der Hälfte eingesetzt. Nur 30% der größten deutschen Aktienunternehmen zeigen sich in der Blogosphäre mit einem Auftritt. Die Ergebnisse der Studie zeigen auch, wie unterschiedlich die Einsätze der großen DAX Unternehmen im Web 2.0 sind. Manche Unternehmen seien gar nicht vertreten, andere hingegen wie BMW, VW und Daimler sind auf Facebook, Youtube und Twitter präsent und führen außerdem firmeneigene Blogs.

Von einer Verweigerungshaltung hinsichtlich des Social Web rät Wirtschaftsprofessor Lothar Rolke jedoch ab. Einserseits bestünde die Gefahr, dass andere den Markennamen in Fake-Accounts nutzen. Andererseits sieht er die Vorteile von Web 2.0-Plattformen für die Markenbildung.

Die große Chance für Unternehmen durch die Nutzung von Social Media ist, dass sie sich ein Gesicht geben, sich “entanonymisieren” und “vermenschlichen”. Außerdem kann sich die Produkt-Qualität steigern und ein Mehrwert für den Konsumenten enstehen, wenn die Unternehmen auf Ideen, Kommentaren und Anregungen der User eingehen.

Klare Social Media-Strategien seien laut Rolke und Flocke noch nicht erkennbar. Erfolge gibt es dennoch: So zum Beispiele die YouTube Channel: Adidas (adidasOriginals2009) und Siemens (siemensanswers) oder den Lufthansa Twitter Account.

Hier für Sie gefunden: The Strategy Web

Neuigkeiten aus Twitterland (3)

2. Oktober 2009 von ak

Ein erfolgreicher Fake hört auf: “muentefering”. Zeit also, die Bilanz des Autors hinter dem Twitteraccount nachzulesen. In seinem Blog METRONAUT. schreibt Lou Canova: “Wir waren Franz Müntefering.” Ein wunderbares Stück politischer Schein-Kommunikation geht zu Ende. Und wer bitte ist Lou Canova?

Stefan Winterbauer gibt auf “meedia” ein amüsiertes Resümee des Fakes. Das Fazit: Klassische Medien fallen gern immer mal wieder auf so etwas herein, auch Marktforscher Nielsen war auf den Account reingefallen und musste eine Studie revidieren.

Unsicherheiten bereitete in der Vergangenheit auch das vermeintliche Harald-Schmidt-Twitter-Profil unter BonitoTV, mittlerweile ist aber sehr deutlich geworden, dass Rob Vegas hinter diesem Fake steht.

Oliver Pocher twittert nicht.

Angela Merkel twittert weder hier noch dort.

Und Guido Westerwelle zwitschert auch nicht, obwohl der Account nur auf Deutsch geführt wird. Bitte nicht reinfallen.


Ich bin Presse

19. August 2009 von hn

Nach wie vor gehen die Meinungen über Twitter auseinander. Die einen halten es für belanglos oder unnütz, andere heben gerne die Aktualität und Geschwindigkeit in Katastrophensituationen hervor, oder betonen, wie jüngst im Iran, die politische Bedeutung von Twitter als ungefiltertes Kommunikationsinstrument. Für gefährlich hielten Twitter aber bislang wohl nur die wenigsten.

Bei der Geiselnahme am gestrigen Dienstag im Schwalmtal entpuppte Twitter sich nun allerdings als Sicherheitsrisiko. Ein Twitter-Nutzer mit dem Namen @JO31DH hörte den Polizeifunk ab und zwitscherte sogleich munter drauf los. Dabei gab er polizeitaktische Anweisungen wie beispielsweise den Landeplatz des Hubschraubers und andere Interna weiter, die dem Täter wertvolle Hinweise hätten liefern können. Der Chefredakteur der “Rhein Zeitung”, Christian Lindner, bezeichnet die gestrigen Tweets als ein “ein kleines, schmutziges Kapitel Mediengeschichte”.

Nachdem der Twitterer darauf hingewiesen wurde, dass er den Täter mit Informationen versorgt hatte, entsponn sich eine Diskussion über das Verhalten von @JO31DH. Anhand dieser Diskussion lässt sich viel über dessen Selbstverständnis erfahren, wie einige von Lindner zusammengefasste Tweets zeigen:

  • “Ich tituliere mich als Presse. Reicht doch…und jetzt Maul zu”
  • “Ich werde weiterhin Polizei und Notruf Funk Illegal abhören und hier posten und wer was dagegen hat bekommt auf die Fresse!”
  • “Egal ich hab meine 770 Besucher. Alles andere ist egal.”

Was man nicht alles tut für 15 Minuten “Ruhm”…  Seinen Account hat @JO31DH übrigens mittlerweile gelöscht.

Hier gefunden: meedia.de

Zum Twittern verdonnert

31. Juli 2009 von ks

Die britische Regierung hat entdeckt, dass der Micro-Blogging-Dienst Twitter ein hervorragendes Instrument für Behörden ist. Deshalb sollen nun alle Beamten eifrig twittern. Soweit so gut, aber, wie bei Behörden nicht anders zu erwarten, darf nur unter Beachtung eines umfangreichen Regelwerks getwittert werden: In einem 20-seitigen Katalog stehen die wichtigsten Regeln für das Erstellen der nur 140 Zeichen kurzen Twitter-Botschaften.

Da wird das Twittern kurzerhand zum Gesetz gemacht: Das Regelwerk legt dar, dass “menschlich und glaubwürdig” getwittert werden solle und außerdem solle man sich  eines “nicht formell gesprochenen Englischs” bedienen. Den Beamten wird nahegelegt zwischen zwei und zehn Kurzmitteilungen pro Tag zu schreiben. Damit das Twittern aber nicht überhand nimmt, soll eine Pause von mindestens 30 Minuten zwischen zwei Tweets eingehalten werden. Zudem solle Twitter als Medium für amtliche Veröffentlichungen und Informationen aller Art genutzt werden. In dem Leitfaden heißt es, dass Twitter in einer Krisensituation der erste Kommunikationskanal mit dem Bürger sein könne. Dennoch erlaubt die britische Regierung seinen Mitarbeitern auch “spaßige” Tweets, die aber andererseits auch die Haltung der Regierung widerspiegeln soll.

Hier für Sie gefunden: silicon.de

Neuigkeiten aus Twitterland (2)

28. Juli 2009 von ak

An erster Stelle wäre da die Ankündigung eines Buchs: Tim O’Reilly und Sarah Milstein haben “The Twitter Book” vorgelegt.  Ende August ist es für schlappe 19 Euro auch hier und auf Deutsch erhältlich. Beschrieben wird Twitter als asymmetrisches Kommunikationsmodell, gefolgt (followed) wird dem Twitterer, der interessante Tweets zu bieten hat.

Zweitens bekommt Twitter eine neue Startseite. Biz Stone, Twitter-Mitbegründer, will das Zwitscherangebot weniger verwirrend und informativer gestalten: “Wir müssen besser zeigen, wer wir sind”. Alles in allem soll Einsteigern das Einsteigen erleichtert werden.

Dritter Punkt: Spam findet sich überall im Netz, natürlich auch auf Twitter-Planet. Deswegen gilt mittlerweile folgende Formel als angemessen: “Folge nicht denjenigen, die Dir folgen.” Prüfe, wem Du folgst, so wie im Offline-Leben eben auch.

Schlussnote: Seit es die Twittercharts von popkulturjunkie gibt (seit April 2008 und damals hatte Sascha Lobo noch 765 Follower, heute sind es 16.186), sind wir immerhin gewarnt, hinter welchem prominenten Twitter-Account ein Fake stecken mag. Trotzdem ist die FAZ auf Harald Schmidts @BonitoTV alias Rob Vegas gefälschte Pressekonferenz via Twitter reingefallen. netzeitungmeedia und DWDL ziehen genüsslich drüber her.

Zitat falscher Harald Schmidt: “Lese gerade die FAZ und bin auf Seite 33. Vielen Dank für die Berichterstattung zur gestrigen Twitter-PK. Grüße !”

FAZ korrigiert sich, den Abonnenten vorbehalten. In medias res?

Fakten über Fakten

15. Juli 2009 von hn

Was früher der gepflegte Manta- oder Blondinenwitz war, sind heute die “Chuck Norris Facts“. Bereits seit mehreren Jahren geistern diese “Fakten” durch die Netzwelt und ein Ende ist nicht absehbar. Entstanden ist das ganze Anfang 2005, als der US-Moderator Conan O’Brien im Rahmen seiner “Late Night Show” mehrere Einspieler mit Chuck Norris Facts zeigte, die sich hauptsächlich auf seine Rolle in “Walker, Texas Ranger” bezogen. Diese gelten als Inspiration für das kurz darauf folgende Netzphänomen. Eine kleine Kostprobe: “Jesus konnte über Wasser gehen.. na und? Chuck Norris kann durch Land schwimmen.”

Jetzt hat die Beliebtheit einen neuen Höhepunkt erreicht. Nach Angaben von “Trending Topics” werden auf Twitter mehr Tweets zum Thema Chuck Norris Facts verfasst als zum Tode Michael Jacksons oder den Wahlen im Iran. Dies erscheint als logische Entwicklung, sind die meisten Fakten doch so kurz gehalten, dass sich das 140-Zeichen-Format von Twitter geradezu anbietet. Hinzu kommen unzählige Webseiten wie beispielsweise “chucknorrisfacts.com” oder der “Chuck Norris Fact Generator.” Auch die “Washington Post” hat sich dem Thema bereits vor einiger Zeit gewidmet. Ein Ende des ganzen Spaßes scheint nicht absehbar, denn : “Legenden leben ewig. Chuck Norris lebt länger!”

Hier gefunden: derstandard.at

Nur die Vöglein zwitschern noch…

18. Juni 2009 von hn

Nachdem schon im Vorfeld der Wahlen im Iran die Opposition massiv unter Druck gesetzt und zensiert wurde, kündigten die iranischen Revolutionsgarden, die direkt Ajatollah Chameini unterstehen, nun ein hartes Vorgehen gegen Online-Medien und Blogger an. Diese wurden aufgefordert, kein Material ins Netz zu stellen, dass “Spannungen erzeugen” könnte. Bei dieser Warnung handelt es sich übrigens um die erste offizielle Äußerung der Garden seit Beginn der Auseinandersetzungen um das Wahlergebnis.

Daneben ist auch der Zugang zu YouTube und Facebook aus dem Iran gesperrt, wodurch der Verkehr nach Angaben von YouTube auf ein zehntel des üblichen Volumens geschrumpft ist. Auch das Mobilfunknetz ist gestört, mutmaßlich um die Kommunikation von Oppositionsanhängern zu unterbinden.

Auch ausländische Medien werden unter Druck gesetzt, so ist es ihnen und ihren Angestellten seit Dienstag nicht mehr gestattet, direkt aus Teherans Straßen zu berichten; faktisch können sie nur von ihren Büros aus arbeiten. Gleiches gilt für die Nachrichtenagenturen, auch ihnen ist eine Berichterstattung ohne die Möglichkeit, Bilder aufnehmen zu können, kaum möglich.

Doch es gibt einen Silberstreif am Horizont: Twitter. Die Microblogging-Plattform ist derzeit nahezu die einzige Möglichkeit, Nachrichten aus dem Iran zu kommunizieren. Zusätzlich hat sich Twitter zum echten Hilfsinstrument entwickelt, um die Online-Kommunikation aufrecht zu erhalten. Innerhalb weniger Stunden hat sich via Twitter eine Hilfswelle organisiert, die Nutzern beispielsweise erklärte, wie man Proxys benutzt, um Sperren zu umgehen oder selber einen Proxy-Server einzurichten. Die sicheren, ungefilterten Adressen wurden dann auf Twitter bekanntgegeben, allerdings nur so lange, bis die Zensoren diese Adressen in ihre Sperrlisten aufnahmen. Aber wieder fand sich schnell eine Lösung. Der kalifornische Start-up Gründer Austin Heap sammelt die Adressen der Proxys und macht sie auf einer sicheren Seite verfügbar. Mittlerweile ist man dazu übergangen, keine Adressen mehr zu veröffentlichen, sondern sie privat weiterzugeben, um eine Sperrung zu erschweren.

Eigens aufgrund der wichtigen Rolle, die Twitter für die Kommunikation im Iran spielt, wurden Wartungsarbeiten ausgesetzt, um den Iranern weiterhin eine Kommunikation zu ermöglichen. Sogar das US-Außenministerium hatte sich eingeschaltet und darum gebeten, die Wartungsarbeiten zu verschieben.  Laut Twitter-Mitbegründer Biz Stone habe man aber selbst entschieden, die Wartungsarbeiten zu vertagen: “Dennoch ist es wichtig festzustellen, dass das US-Außenministerium keinen Einfluss auf unsere Entscheidungen hat.” Besonders in Deutschland ist Twitter ja gern und oft geschmäht worden, sieht so aus, als müsste man umdenken…

Hier gefunden: futurezone.orf.at, handelsblatt.com

Kriegsgezwitscher

5. Juni 2009 von hn

Nachdem die US-Army bereits einen YouTube-Ableger für ihre Truppen gestartet hat, berichten nun die Streitkräfte per Twitter-Feed von Kampfhandlungen aus Afghanistan. In einem Eintrag heißt es: “Bringing the mission in Afghanistan directly to the people thru Twitter, Facebook and YouTube; watch vids, see pics, post ur comms.” Die Absicht dahinter: Die US-Army befürchtet, im “Propaganda-Krieg” ohne zeitgemäße eigene PR-Maßnahmen gegenüber der islamistischen Propaganda zurückzufallen und ihr kampflos das Feld überlassen zu müssen.

Nach eigenen Angaben wollen die Streitkräfte aber nicht nur Informationen liefern, sondern auch in einen Dialog mit Menschen aus aller Welt treten. Ob dies gelingen kann erscheint eher zweifelhaft, schaut man sich die Posts auf Twitter an, ist ein Informationsmehrwert oder gar ein Dialog nur schwer zu erkennen. Die Meldungen sind doch alle sehr ähnlich: Verhaftungen hier, Anschläge dort, Kampfhandlungen und Tote überall… Im Prinzip also das, was bei kriegerischen Auseinandersetzungen zu erwarten ist.

Hier gefunden: business-und-it.de, crn.de