Neues Erlös-Konzept für Online-Inhalte
21. Mai 2010 von hnAus den USA stammt das Konzept des spendenfinanzierten Journalismus (Funding Journalism), das vom schwedischen Pirate Bay-Mitgründer Peter Sunde in ein Erlöskonzept für Online-Content-Lieferanten übertragen wurde. Die dazugehörige Plattform, die sich derzeit noch im Beta-Stadium befindet, nennt sich flattr. Bislang kann man sich noch nicht ohne Weiteres registrieren, sondern muss um eine Einladung bitten.
Bei flattr handelt es sich um einen Social-Payment-Service für Content-Lieferanten, die über die Plattform für ihre bereitgestellten Inhalte zusätzliche Tantiemen erhalten können. Das System funktioniert folgendermaßen: Der Nutzer zahlt auf flattr einen frei wählbaren monatlichen Beitrag, den er für Netzinhalte ausgeben will. Diejenigen, die Content bereitstellen, platzieren einen flattr-Bewertungsbutton auf ihrer Seite. Am Ende des Monats wird der vom Nutzer gewählte Beitrag dann auf die Medienanbieter verteilt, je nach Anzahl der abgegeben Bewertungen und abzüglich einer zehnprozentigen Provision für flattr.
Der Social-Payment-Sevice möchte damit sowohl ein Paid-Content-System als auch ein Listing der besten Netz-Inhalte darstellen. Die Annahme dahinter: Wer für etwas freiwillig bezahlt, gibt anderen eine gewichtige Empfehlung. Bislang hatten nur wenige deutsche Seiten das neue Erlöskonzept für sich entdeckt. Seit gestern findet sich der flattr-Button aber nun auf den Seiten des Webauftritts der taz. Ob sich das Konzept etablieren kann, wird von der Bereitschaft der Nutzer abhängen, freiwillig für Inhalte zu zahlen. Bisherige Erlösmodelle wird flattr wohl nicht ersetzen können, eine sinnvolle Ergänzung könnte es aber darstellen.
Hier gefunden: ECIN, taz Hausblog
