Einträge mit dem Tag ‘Internetnutzung’

Social Media im Behördenalltag angekommen

29. April 2010 von hn

Eine aktuelle Studie der Universität Potsdam im Auftrag des E-Government-Portals Amt24 kommt zu dem Schluss, dass Social Media-Dienste auch im Behördenalltag angekommen sind. Bereits 63 Prozent der Behörden in Berlin-Brandenburg nutzen demzufolge mindestens einen Social Media-Dienst. Gefragt nach dem Bekanntheitsgrad des Begriffs “Web 2.0″ gaben 81 Prozent der Befragten an, dass ihnen der Begriff etwas sagt.

Bei der Anwendung von Social Media stehen Tagging, Beteiligungs-, Bewertungs- und Empfehlungsportale sowie Soziale Netzwerke ganz oben auf der Liste. Auf den mittleren Plätzen finden sich u.a. Foren und Wikis. Die größten Vorteile, die aus der Anwendung von Social Media erwachsen, sehen die befragten Ämter und Behörden in einer gesteigerten Dienstleistungsqualität und einem daraus resultierendem verbesserten Image. Einer noch weiteren Verbreitung stehen aus Sicht der Befragten die Finanzierung, fehlendes Know-how sowie mangelnde Akzeptanz durch die Mitarbeiter entgegen.

Neben den quantitativen Angaben ermittelten die Brandenburger Wissenschaftler einige außergwöhnliche Beispiele zur Social Media-Nutzung. Darunter finden sich das Dienstleistungsportal der brandenburgischen Landesverwaltung, wo Bürger den teilnehmenden Kommunen Hinweise auf Infrastrukturprobleme mitteilen können, und der Bürgerhaushalt Lichtenberg. Bei letzterer Plattform können innerhalb eines definierten Zeitrahmens Vorschläge zur Verwendung des Haushalts online eingereicht und innerhalb eines ebenfalls festgelegten Zeitraums dann bewertet werden.

Hier gefunden: CIO

Handys laufen Computern den Rang ab

19. Januar 2010 von hn

Schon im Jahr 2013 werden webfähige Handys dem Computer als Nr. 1 beim Internetzugang den Rang ablaufen. Zu dieser Einschätzung gelangen die Marktforscher von Gartner. Laut deren Prognose wird 2013 die Zahl der PCs weltweit  1,78 Milliarden Geräte betragen, für internetfähige Handys und Smartphones erwarten die Experten dann aber bereits 1,82 Milliarden Einheiten.

Nach Angaben von Daniel Ott, Sprecher der Initiative D21, liegt derzeit die alleinige mobile Web-Nutzung, d.h. ohne zusätzlichen Zugang am Rechner, zwar noch bei unter zwei Prozent, dennoch sei ein Eintreffen der Gartner-Prognose durchaus realistisch. Diese erwartet ferner, dass in Zukunft immer mehr Webseiten für die mobile Nutzung optimiert werden.

Als zentrale Anlaustelle im Netz sehen die Analysten Facebook, weisen aber gleichermaßen darauf hin, dass es aufgrund seines stetigen Wachstums und seiner Dominanz zur ernsthaften Bedrohung für andere soziale Netzwerke und Web 2.0-Plattformen werde. Anwendungen wie beispielsweise Twitter würden sich zwar weiterentwickeln, aber immer weiter spezialisieren und auf Nischen konzentrieren. Facebook werde bald den alleinigen gemeinsamen Nenner unter ihnen bilden.

Hier gefunden: persoenlich.com; ZDnet

Nur die Vöglein zwitschern noch…

18. Juni 2009 von hn

Nachdem schon im Vorfeld der Wahlen im Iran die Opposition massiv unter Druck gesetzt und zensiert wurde, kündigten die iranischen Revolutionsgarden, die direkt Ajatollah Chameini unterstehen, nun ein hartes Vorgehen gegen Online-Medien und Blogger an. Diese wurden aufgefordert, kein Material ins Netz zu stellen, dass “Spannungen erzeugen” könnte. Bei dieser Warnung handelt es sich übrigens um die erste offizielle Äußerung der Garden seit Beginn der Auseinandersetzungen um das Wahlergebnis.

Daneben ist auch der Zugang zu YouTube und Facebook aus dem Iran gesperrt, wodurch der Verkehr nach Angaben von YouTube auf ein zehntel des üblichen Volumens geschrumpft ist. Auch das Mobilfunknetz ist gestört, mutmaßlich um die Kommunikation von Oppositionsanhängern zu unterbinden.

Auch ausländische Medien werden unter Druck gesetzt, so ist es ihnen und ihren Angestellten seit Dienstag nicht mehr gestattet, direkt aus Teherans Straßen zu berichten; faktisch können sie nur von ihren Büros aus arbeiten. Gleiches gilt für die Nachrichtenagenturen, auch ihnen ist eine Berichterstattung ohne die Möglichkeit, Bilder aufnehmen zu können, kaum möglich.

Doch es gibt einen Silberstreif am Horizont: Twitter. Die Microblogging-Plattform ist derzeit nahezu die einzige Möglichkeit, Nachrichten aus dem Iran zu kommunizieren. Zusätzlich hat sich Twitter zum echten Hilfsinstrument entwickelt, um die Online-Kommunikation aufrecht zu erhalten. Innerhalb weniger Stunden hat sich via Twitter eine Hilfswelle organisiert, die Nutzern beispielsweise erklärte, wie man Proxys benutzt, um Sperren zu umgehen oder selber einen Proxy-Server einzurichten. Die sicheren, ungefilterten Adressen wurden dann auf Twitter bekanntgegeben, allerdings nur so lange, bis die Zensoren diese Adressen in ihre Sperrlisten aufnahmen. Aber wieder fand sich schnell eine Lösung. Der kalifornische Start-up Gründer Austin Heap sammelt die Adressen der Proxys und macht sie auf einer sicheren Seite verfügbar. Mittlerweile ist man dazu übergangen, keine Adressen mehr zu veröffentlichen, sondern sie privat weiterzugeben, um eine Sperrung zu erschweren.

Eigens aufgrund der wichtigen Rolle, die Twitter für die Kommunikation im Iran spielt, wurden Wartungsarbeiten ausgesetzt, um den Iranern weiterhin eine Kommunikation zu ermöglichen. Sogar das US-Außenministerium hatte sich eingeschaltet und darum gebeten, die Wartungsarbeiten zu verschieben.  Laut Twitter-Mitbegründer Biz Stone habe man aber selbst entschieden, die Wartungsarbeiten zu vertagen: “Dennoch ist es wichtig festzustellen, dass das US-Außenministerium keinen Einfluss auf unsere Entscheidungen hat.” Besonders in Deutschland ist Twitter ja gern und oft geschmäht worden, sieht so aus, als müsste man umdenken…

Hier gefunden: futurezone.orf.at, handelsblatt.com

Zensierte Opposition

11. Juni 2009 von hn

Die iranischen Präsidentschaftswahlen werfen ihre Schatten voraus. Da der Iran gemeinhin nicht gerade als Leuchtturm im Meer der Meinungsfreiheit gilt, war fast zu erwarten, was nun gemeldet wird: Die Opposition wird im Wahlkampf unterdrückt und zensiert. Der jüngste Vorfall ist die Sperrung von Facebook, das fast eine Woche lang nicht online war. Der amtierende Präsident Ahmadinedschad streitet eine Beteiligung an der Sperrung allerdings ab.

Die naheliegendste Begründung für die Sperre: Auf Facebook wird eine ambitionierte Debatte über den Herausforderer Ahmadinedschads, Mir-Hussein Mousavi, geführt, während der Amtsinhaber selber auf Facebook nahezu nicht existent ist.

Eine Zensur findet allerdings nicht nur im Netz statt, auch die Printmedien und das Fernsehen werden unter Druck gesetzt. Nachdem die Zeitung “Yas -e -No” seit über fünf Jahren überhaupt zum ersten Mal wieder erscheinen durfte, wurde nach nur einer Ausgabe das Erscheinen wieder eingestellt. Der Grund: “Yas-e-No” titelte “Khatami-Mousavi für Iran”, eine klare Parteinahme für den reformorientierten Mousavi und ein Verweis auf seine Nähe zum moderaten Ex-Präsidenten Khatami. Das Ministerium für Kultur und islamische Führung reagierte sofort; die Zeitung musste ihr Erscheinen erneut einstellen.

Auch das staatliche Fernsehen (Privatsender gibt es im Iran nicht), dessen Programmdirektion vom geistigen Oberhaupt Ayatollah Khamenei ernannt wird, zeigt  wenig Interesse an Auftritten von Gegenkandidaten und zensiert und kürzt deren Reden und Beiträge. Die Reihe lässt sich nahezu beliebig fortsetzen: Werke von Schriftstellern werden verboten, beispielsweise das aktuelle Buch  “Wer mag Verlierer?” des bekannten Romanciers Shams Langeroudi. Gleiches gilt für die Zeitungen: Vergangene Woche erschien in der reformorientierten Zeitung “Etemaad” eine Interview mit Noam Chomsky, aus dem alle kritischen Passagen, beispielsweise zum Holocaust oder dem iranischen Atomprogramm, in einem Anflug von Selbstzensur gestrichen wurden. Das Ergebnis: Ein Drittel des Interviews fehlte…

Trotz verschiedenster Zensurmaßnahmen lässt sich die Opposition nicht unterkriegen und greift zu anderen Wahlkampfmitteln: Millionen Iraner bloggen, schicken E-Mails und SMS oder weichen zur Informationsfindung auf ausländische TV-Sender aus, die über Satellit empfangbar sind.

Hier gefunden: freitag.de

“Surfensehenhören” – am Liebsten alles zusammen

7. Mai 2009 von mah

Social Media-Nutzung ist meistens auch Multitasking: Reale Gespräche werden parallel getwittert, das gerade verfolgte Fernsehprogramm mit Freunden im Chat besprochen.  Welche Mediennutzung  läuft beim Surfen im Internet noch zeitgleich? Um dieser Frage nachzugehen, befragte das Marktforschungsunternehmens TNS Emnid in Kooperation mit der Radiozentrale etwa 1.000 Internet-Nutzer ab 14 Jahre über ihr Mediennutzungsverhalten.  Ergebnis: 44 Prozent der Internet-Nutzer hören nebenbei Radio, 22 Prozent schauen fern, elf Prozent lesen eine Zeitschrift und neun Prozent eine Zeitung. Die Parallelnutzung ist stärker unter jüngeren Menschen und den Usern, die täglich online sind, verbreitet.

“TV verliert damit für Internetnutzer seine Zweidimensionalität und wird zum akustischen Begleitmedium,” so eine Schlussfolgerung aus der Pressemeldung von TNS Emnid. Vielleicht ist aber auch das Internet nur ein Begleitmedium des aktuell Erlebten, das mit virtuell Anwesenden geteilt wird.

Hier gefunden: meedia, Adzine News

Googlen statt Lernen

5. Dezember 2008 von hn

Auswendiglernen? Zeitverschwendung im Zeitalter von Google, Wikipedia & Co. Das meint zumindest Don Tapscott, Autor des Bestsellers “Wikinomics“. Nicht stures lernen, sondern der kreative Umgang mit Informationen aus dem Netz müsse heute im Vordergrund stehen, denn: “Lehrer sind nicht mehr die Quelle allen Wissens, sondern das Internet”, so Tapscott. Ausgestattet mit einem Grundwissen sei es für heutige Jugendliche kein Problem mehr, die restlichen Fakten zu googlen.

Mit seiner These stößt Tapscott natürlich auf Widerstand, der Präsident des deutschen Lehrerverbands Josef Kraus etwa gibt zu bedenken: “Wer nicht mitreden kann, weil er vorher erst alles downloaden muss, ist verführbar für jede Propaganda und Lüge, die ihm aufgetischt wird”. Seiner Ansicht nach ist man ohne ein erlerntes Grundwissen weder kommunikationsfähig noch politisch mündig. Auch für Fremdsprachen sei Auswendiglernen weiterhin enorm wichtig.

Dem entgegnet Tapscott, dass die heutigen Unterrichtsmethoden für das Industriezeitalter konzipiert wurden und inzwischen überholt seien. Im Gegensatz zu Kraus geht er davon aus, dass “Gehirnvorgänge der jungen Leute heute anders als jene der Elterngeneration ablaufen” und ebenso dazu geeignet sind, kritische Denkweisen zu entwickeln.

Obgleich Kraus konstatiert, dass es “auch in Zukunft nicht ohne Buch” geht, orientieren sich mittlerweile viele Schulen an alternativen Lehr- und Lernmethoden und verzichten beispielsweise auf Frontalunterricht zugunsten von Gruppenarbeit. Welche Seite sich in der Debatte durchsetzt bleibt abzuwarten, notwendig ist eine Diskussion über modernes Lernverhalten und den Umgang mit neuen Medien allemal.

Hier gefunden: computerwoche.de

Bürgerkrieg auf digitalen Landkarten

20. November 2008 von hn

Das afrikanische Internetprojekt Ushahidi versucht, den Bürgerkrieg im Kongo nun zu visualisieren. Ushahidi sammelt Berichte, Videos und Fotos von Augenzeugen zu Themen wie Verbrechen, Unruhen, Flüchtlings- und Truppenbewegungen oder Vergewaltigungen und verzeichnet diese auf einer digitalen Landkarte.

Über eine Mobilfunknummer gelangen die Nachrichten via SMS oder E-Mail an Ushahidi und werden dort mittels farbiger Punkte in Google Maps integriert, wobei Lila beispielsweise für Unruhen, Blau für Tote oder Gelb für die Stellungen der UN-Friedenstruppen steht. Die Berichte sind vielfältig, in ihnen geht es um Vertreibungen, Plünderungen, Erschießungen, den Kampf um Lebensmittel oder die Arbeit der Hilfsorganisationen. Die Betreiber von Ushahidi geben zu, diese Berichte nicht bestätigen zu können, allerdings arbeiten sie eng mit Hilfsorganisationen zusammen, die das Team bei der Verifizierung unterstützen.

Seinen Ursprung hat Ushahidi in Kenia, wo es nach den Wahlen und den darauf folgenden blutigen Unruhen Ende vergangenen Jahres von kenianischen Bloggern ins Leben gerufen wurde, um Berichte über die Unruhen und Gewalttaten zu dokumentieren.

Hier gefunden: Netzeitung

Vom Wert der Medienkompetenz

7. November 2008 von hg

Auf dem diesjährigen Web 2.0-Gipfel in San Francisco waren sich die Experten einig, dass die gewaltige Menge an nutzergenerierten Inhalten ein zweischneidiges Schwert darstellt. Zwar lässt sich gerade die Suche nach speziellem Fachwissen erfolgreicher gestalten, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, die Übersicht im Wust redundanter und überflüssiger Informationen zu verlieren, nicht zu vernachlässigen. Medienkompetenz ist der Schlüssel, sich nicht im Datendschungel zu verirren, und sollte schon frühzeitig gefördert werden. Nur so lässt sich die Seriosität von Quellen bewerten. So bleibt die Gestaltung von intelligenten Informationsfiltern eine der wichtigsten Aufgaben in der Weiterentwicklung von Web 2.0-Technologien.

Hier gefunden: Yahoo! Nachrichten, Vnunet.com

Web 2.0 könnte Bürokratie entschlacken

4. November 2008 von hg

Kommunikation zwischen Bürgern und Ämtern findet noch immer häufig jenseits digitaler Kanäle statt. Das belegen die neuesten Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat, wie der Branchenverband Bitkom meldet. Nur rund 17 Prozent der Deutschen haben 2007 über das Internet ausgefüllte Formulare mit der öffentlichen Hand ausgetauscht. Besser sieht die Bilanz bei der Nutzung des Webs für die Informationsbeschaffung (39,1 Prozent) und den Downloads von Formularen (26,1 Prozent) aus. Der Grund ist in der noch unzureichenden digitalen Abbildung vieler Verwaltungsabläufe zu finden. Nach wie vor erscheinen die Arbeitsprozesse in Ämtern und Behörden intransparent, obwohl sich dies durch den Einsatz von Medien des Web 2.0 ohne großen technischen Aufwand ändern ließe, wie es Wirtschaftsunternehmen durchaus erfolgreich vormachen. Positive Beispiele, wie Bürger und Staat durch Blogs und Wikis näher zusammenrücken, stellt der Bitkom-Leitfaden “Web 2.0 für die öffentliche Verwaltung – Grundzüge, Chancen, Beispiele und Handlungsvorschläge” vor. So befürwortet der Verband die Anwendung von Web 2.0-Technologien dort, wo Bürger spezielles Wissen weitergeben können, das in der Verwaltung nicht oder nicht im notwendigen Umfang vorhanden ist.

Hier gefunden: silicon.de

Karrierekatapult Web 2.0

15. Juli 2008 von hg

Personalexperten sind sich einig, dass die Funktionen des interaktiven Internets einer Karriere Schwung verleihen können. In welche Richtung die Reise geht, liegt in der Hand des Einzelnen. Auch wenn gedruckte Stellenanzeigen, Rekrutierungsmessen und Empfehlungen nach wie vor einen großen Stellenwert besitzen, so hat das Internet seinen festen Platz im Medienmix der Jobsuche. Die Nutzung geht aber weit über die Recherche freier Stellen in den einschlägigen Jobportalen hinaus. Eigene Blogs und Profile in sozialen Netzwerken geben Gelegenheit sich von der besten Seite zu präsentieren, denn hier kann jeder seine Kompetenzen ins rechte Licht rücken. Es geht darum, die richtigen Spuren im Netz zu hinterlassen. Für die Jobsuche ist es nicht unerheblich, welche Daten teilweise auf Jahre hinaus im Internet auffindbar sind, denn längst gibt es Websites wie yasni.de, die nichts anderes tun, als die Webpräsenz einer Person sichtbar zu machen und Imagewerte zu vergeben.

Hier gefunden: manager-magazin.de