Social Media im Behördenalltag angekommen
29. April 2010 von hnEine aktuelle Studie der Universität Potsdam im Auftrag des E-Government-Portals Amt24 kommt zu dem Schluss, dass Social Media-Dienste auch im Behördenalltag angekommen sind. Bereits 63 Prozent der Behörden in Berlin-Brandenburg nutzen demzufolge mindestens einen Social Media-Dienst. Gefragt nach dem Bekanntheitsgrad des Begriffs “Web 2.0″ gaben 81 Prozent der Befragten an, dass ihnen der Begriff etwas sagt.
Bei der Anwendung von Social Media stehen Tagging, Beteiligungs-, Bewertungs- und Empfehlungsportale sowie Soziale Netzwerke ganz oben auf der Liste. Auf den mittleren Plätzen finden sich u.a. Foren und Wikis. Die größten Vorteile, die aus der Anwendung von Social Media erwachsen, sehen die befragten Ämter und Behörden in einer gesteigerten Dienstleistungsqualität und einem daraus resultierendem verbesserten Image. Einer noch weiteren Verbreitung stehen aus Sicht der Befragten die Finanzierung, fehlendes Know-how sowie mangelnde Akzeptanz durch die Mitarbeiter entgegen.
Neben den quantitativen Angaben ermittelten die Brandenburger Wissenschaftler einige außergwöhnliche Beispiele zur Social Media-Nutzung. Darunter finden sich das Dienstleistungsportal der brandenburgischen Landesverwaltung, wo Bürger den teilnehmenden Kommunen Hinweise auf Infrastrukturprobleme mitteilen können, und der Bürgerhaushalt Lichtenberg. Bei letzterer Plattform können innerhalb eines definierten Zeitrahmens Vorschläge zur Verwendung des Haushalts online eingereicht und innerhalb eines ebenfalls festgelegten Zeitraums dann bewertet werden.
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