Einträge mit dem Tag ‘Google’

Facebook steht Austrittswelle ins Haus

12. Mai 2010 von hn

Nach den vielen nicht unbedingt positiven Schlagzeilen über Datenschutzbestimmungen steht Facebook möglicherweise ein neues Problem ins Haus. Laut einer Analyse von Search Engine Land sieht es so aus, als würde sich eine Austrittswelle anbahnen. Der Analyse zufolge ist nämlich einer der Top-Vorschläge bei der Google-Suche der Satz “how do i delete my facebook account”.

Der Wunsch nach einer Profillöschung scheint schon länger zu bestehen. Bei der Eingabe von “dele” im amerikanischen Google wird als erste Vervollständigung des Suchbegriffs “delete Facebook account” vorgeschlagen. Allerdings sind dabei die jüngsten Kontroversen noch nicht miteinberechnet, denn die Statistiken reichen nur bis Mitte April. Auch andere Suchmaschinen wie Yahoo oder Bing lassen die gleichen Schlussfolgerungen zu.

Bei mittlerweile über 500 Millionen Nutzern dürfte Facebook eine mögliche Austrittswelle allerdings verschmerzen können, einen Denkzettel könnte sie dennoch darstellen.

Hier gefunden: gulli.com

Jeff Jarvis und die Googlefizierung

19. Mai 2009 von ks

Jeff Jarvis, ehemaliger Journalist und Medienmanager, hat sich mit seinem Blog “BuzzMachine“, das er nach den Ereignissen am 11. September 2001 in New York gestartet hat, den Ruf eines Internet-Vorreiters erworben.

Mittlerweile hat er eine Journalistik-Professur inne und hält rund um den Globus Vorträge. In Deutschland zitiert man ihn vor allem im Zusammenhang mit seinen düsteren Prognosen zu der Zukunft der Printmedien. Nun hat Jarvis sein erstes Buch geschrieben. “Was würde Google tun” ist dieser Tage auch in deutscher Übersetzung erschienen.

Google ist das bis dato vermutlich erfolgreichste Internet-Unternehmen. Mit seinen Suchmaschinen und den Erlösen aus den zu den jeweiligen Suchergebnissen geschalteten Anzeigen ist das Prinzip “Google” so einfach wie genial. Jarvis analysiert nun in seinem Buch alle möglichen Branchen und Lebenslagen und stellt die Frage “Was würde Google tun?”. Seine Antwort ist ein Plädoyer für einen neuen gesellschaftlichen Ansatz:

“Unternehmen und andere Institutionen sollten sich ändern und transparenter werden, ihren Kunden und Mitarbeitern besser zuhören und sie an Innovationsprozessen beteiligen. Das Internet mit seinen Netzwerken und Plattformen ist ein Instrument dazu, argumentiert er. Wenn man es richtig einsetzt, muss man aber auch bereit sein, zumindest teilweise die Kontrolle abzugeben”.

Ähnliches kennt man bereits aus dem Aufruf, den die Autoren des “Cluetrain Manifestos“, das im Jahr 2000 in 95 Thesen veröffentlicht wurde. Jarvis bezieht sich auch mehrfach auf das Manifest. In seinem Buch macht der Blogger Vorschläge, wie sich die unterschiedlichen Branchen - von Banken über Medien bis zur Autoindustrie,  wandeln (”googlefizieren”) und auf die vom Internet bestimmte Zukunft einstellen können. Jarvis hätte angesichts der Finanzkrise keinen strategisch günstigeren Zeitpunkt für sein Buch wählen können.

Etwas angestrengt wirkt der stete Vergleich mit Google aber doch. Das Unternehmen ist zwar höchst erfolgreich und innovativ aber nun gerade nicht sehr transparent, was Jarvis auch einräumt. Andere, möglicherweise passendere Beispiele aus dem Web 2.0 wie Wikipedia oder das Anzeigen-Netzwerk craigslist werden nur knapp behandelt. Auch Barack Obama, der in seinem Internet-Wahlkampf, viele der von Jarvis beschriebenen Strategien umsetzte, wird nur kurz behandelt. Der Grund dafür ist evident: Wie viele der US-Blogger hatte auch Jarvis im Wahlkampf Partei ergriffen - für Hillary Clinton.

Hier gefunden: netzeitung.de

Googlen statt Lernen

5. Dezember 2008 von hn

Auswendiglernen? Zeitverschwendung im Zeitalter von Google, Wikipedia & Co. Das meint zumindest Don Tapscott, Autor des Bestsellers “Wikinomics“. Nicht stures lernen, sondern der kreative Umgang mit Informationen aus dem Netz müsse heute im Vordergrund stehen, denn: “Lehrer sind nicht mehr die Quelle allen Wissens, sondern das Internet”, so Tapscott. Ausgestattet mit einem Grundwissen sei es für heutige Jugendliche kein Problem mehr, die restlichen Fakten zu googlen.

Mit seiner These stößt Tapscott natürlich auf Widerstand, der Präsident des deutschen Lehrerverbands Josef Kraus etwa gibt zu bedenken: “Wer nicht mitreden kann, weil er vorher erst alles downloaden muss, ist verführbar für jede Propaganda und Lüge, die ihm aufgetischt wird”. Seiner Ansicht nach ist man ohne ein erlerntes Grundwissen weder kommunikationsfähig noch politisch mündig. Auch für Fremdsprachen sei Auswendiglernen weiterhin enorm wichtig.

Dem entgegnet Tapscott, dass die heutigen Unterrichtsmethoden für das Industriezeitalter konzipiert wurden und inzwischen überholt seien. Im Gegensatz zu Kraus geht er davon aus, dass “Gehirnvorgänge der jungen Leute heute anders als jene der Elterngeneration ablaufen” und ebenso dazu geeignet sind, kritische Denkweisen zu entwickeln.

Obgleich Kraus konstatiert, dass es “auch in Zukunft nicht ohne Buch” geht, orientieren sich mittlerweile viele Schulen an alternativen Lehr- und Lernmethoden und verzichten beispielsweise auf Frontalunterricht zugunsten von Gruppenarbeit. Welche Seite sich in der Debatte durchsetzt bleibt abzuwarten, notwendig ist eine Diskussion über modernes Lernverhalten und den Umgang mit neuen Medien allemal.

Hier gefunden: computerwoche.de

Europas Online-Bibliothek

21. November 2008 von mah

Unter dem Namen Europeana startet die Europäische Union eine neue Online-Bibliothek. Hier sollen in den nächsten zwei Jahren 10 Millionen Werke - Bücher, Manuskripte, Fotos, Gemälde, alte Zeitungen und Filme - digital hinterlegt werden und kostenlos abrufbar sein. Bislang liegt der Schwerpunkt auf französischen Inhalten, deutsche Werke kommen bislang nur auf ein Prozent. Aber das soll sich bald ändern.

Google sieht das Projekt offensichtlich nicht als Konkurrenz zu seiner Booksearch, obwohl Europeana einmal als Gegenmodell zum Google-Dienst angedacht war. Beide Projekte zögen an einem Strang und seien ein “starkes Signal an Autoren, Verlage, Bibliotheken und Technologiefirmen [...] den Zugang zum kollektiven Wissen der Welt” zu demokratisieren.

Hier gefunden: Handelsblatt.com

Das Ende von Yahoogle

6. November 2008 von hn

Die seit längerem geplante Anzeigenkooperation zwischen Google und Yahoo ist nun endgültig geplatzt. Auf Grund der schwerwiegenden Bedenken von Anzeigenkunden und Wettbewerbshütern hat sich Google dazu entschlossen, die Zusammenarbeit mit Yahoo endgültig zu beenden, um juristische Auseinandersetzungen zu vermeiden. Yahoo entgeht dadurch dringend benötigter Umsatz in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar.

Dadurch steigen die Chancen für Microsoft, Yahoo doch noch zu übernehmen, nachdem im Frühjar ein Angebot von 47,5 Milliarden Dollar seitens Yahoo abgelehnt wurde. Yahoo-CEO Jerry Yang sagte dazu auf einer Konferenz in San Francisco: “Wir sind bereit, Yahoo zu verkaufen.”

Hier gefunden: kress.defaz.net, Yahoo!net-tribune.de, sueddeutsche.de, onetoone.de, shortnews.de

Wo bleibt bloß der Gewinn?

13. Mai 2008 von hn

Würde man nur die geradezu explodierenden Nutzerzahlen der Social Community-Stars wie MySpace oder Facebook betrachten, käme man wohl kaum auf die Idee, den Betreibern irgendwelche Probleme zu unterstellen. Dennoch befinden sie sich in einem Dilemma: die exorbitant steigenden Userzahlen führen nicht automatisch zu steigenden Umsätzen und Gewinnen, bislang gelingt es den Unternehmen nicht, dies in bare Münze umzuwandeln.

Vor diesem Hintergrund erscheint die neueste Initiative von MySpace, Facebook und Google plausibel. Diese Unternehmen wollen den Austausch von Profildaten zwischen den einzelnen Netzwerken ermöglichen, um diese Seiten als zentrale Anlaufstellen im Web zu etablieren und damit die Attraktivität für Werbekunden steigern. Die Steigerung der Werbeerlöse ist die einzige Möglichkeit, mit Web 2.0-Applikationen Geld zu verdienen, da kaum ein Kunde bereit wäre, für den angebotenen Service zu bezahlen.

So plausibel dieser Weg aus Unternehmenssicht erscheint, ist er doch nicht frei von Risiken. Wie immer ist hier vor allem der Datenschutz zu nennen, denn mit jeder Weitergabe von persönlichen Daten an andere Netzwerke verringert sich die Kontrolle über die eigenen Daten. Hinzu kommt: nur ein Username und ein Passwort für jede Seite vereinfacht das Vorgehen für Cyber-Kriminelle und andere Datensammler erheblich. Aus Unternehmenssicht liegt die größte Gefahr allerdings woanders: schon in der Vergangenheit reagierte die WWW-Community mit reflexhafter Abneigung gegen Kommerzialisierungsversuche von Web 2.0-Plattformen, es besteht also die Gefahr, dass die Unternehmen ihr größtes Kapital aufs Spiel setzen: ihre Nutzer…

Hier gefunden: FTD.de, derStandard.at, Netzeitung.de, tripple.net, futurezone

Gibt’s bald Google-TV?

19. November 2007 von mah

Internet und TV verschmelzen zunehmend. Eine angekündigte Kooperation zwischen Google und dem Entertainment-Spezialisten Simon Fuller (Management der Spice Girls, Idee zur TV-Show Idol/Deutschland sucht den Superstar) führt zu heftigen Gerüchten. Die besagen, dass die Kooperation für den TV-Markt eine ähnlich bedeutungsvolle Entwicklung nach sich ziehen könnte wie itunes für den Musik-Markt.

Hier gefunden: Handelsblatt.com

Google: Veränderung der Rankingberechnung?

26. Oktober 2007 von mah

Es kursiert das Gerücht, dass Google seine Berechnungsgrundlage für die Anzeige-Reihenfolge der Suchergebnisse verändert haben soll. Nach Beobachtung des Bloggers Andy Beard führt dies unter anderem dazu, dass bestimmte Blogs in der Ergebnisliste herabgestuft werden, so z. B. auch Engadget. Über die Gründe wird heftig spekuliert. Google selbst hat sich bislang nicht dazu geäußert.

Hier gefunden: ZDNet.de