Einträge mit dem Tag ‘Deutschland’

Lustigste Internetabmahnung 2010

25. Januar 2010 von ks

2010 ist noch ganz jung und schon ist die Komsa AG heißester Anwärter auf Platz 1 der lustigsten Internetabmahnungen des Jahres.  Die Komsa AG hat ein hübsches, sehr einprägsames Logo: Neun grüne Pfeile zu einem Quadrat formiert weisen nach oben rechts. Nun entdeckte eine schockierte Komsa-Mitarbeiterin als sie im Web unterwegs war das Firmenlogo auf fremden Seiten. Flugs wurden also Abmahnungen wegen unerlaubter Nutzung des Logos verschickt. Der Vorwurf: “Es besteht neben der Gefahr der Verwässerung der Markenkennzeichnungskraft ein Verdacht auf Rufausbeutung.” Die Betroffenen wurden aufgefordert das Komsa-Logo von ihren Seiten zu entfernen und Auskunft über die Gründe für die Verwendung zu geben. Skurillerweise aber hatten die Betroffenen noch nie von der Komsa AG gehört geschweige denn das Logo verwendet. In seinem Blog berichtet Karsten Windfelder, der ebenfalls eine Abmahnung von Komsa erhielt, wie es nun überhaupt zu den Anschuldigungen kommen konnte.

Die Auflösung ist dabei so absurd, dass man sich unweigerlich an die Geschichten rund um die berühmten Schildbürger erinnert fühlt: Im Firmennetz der Komsa AG blendet ein Ad-Blocker Werbung auf fremden Web-Seiten aus und ersetzt diese automatisch durch das Firmenlogo. Daher sahen Mitarbeiter überall im Web das Pfeilchenlogo.

Hier für Sie gefunden: Spiegel Online

Webciety - die neue Gesellschaft

4. März 2009 von ak

Das Netz ist überall. Es ist das Thema der CeBIT 2009: Webciety. Das Wort kreiert sich naheliegenderweise aus web und society. Es gibt bereits einen Fachbegriff, der die Allgegenwart und die komplette Durchdringung von etwas beschreibt: Ubiquität. Geht nicht ganz so leicht von den Lippen wie Webciety, was beschreiben soll, wie das Netz in alle Bereiche des Lebens eingreift und neu strukturiert.

Die Financial Times Deutschland schlägt dabei den Bogen von Barack Obama, zu Lernenden, die heute ausnahmslos mit Laptops u. a. Zubehör unterwegs sind, hin zu Unternehmen, die heute Mitarbeiter haben, die sich nicht vorschreiben lassen wollen, mit welcher Software oder Technologie sie zu arbeiten haben, und dann zurück zur Politik.

Das Handelsblatt beschreibt das CeBIT Konzept “Webciety” als Experiment, wie die Messe die Internet-Wirtschaft für sich gewinnen will. Statt Produkte und Muster der digitalen Branche, also Hardware, Software und Telekommunikation, will das neue Konzept durch spannende Kongresselemente, Ideen und auch Inhalte in den Vordergrund rücken.

Und wie sollte es auch anders sein, die Webciety twittert auch: Please follow!

Hier gefunden: Financial Times Deutschland Online, Handelsblatt.com und das CeBIT-Spezial vom HB

Magersüchtigen-Blog indiziert

23. Januar 2009 von ak

Junge Mädchen, die ihr Gewicht weit unter fünfzig Kilogramm, im Netztagebuch mit zwei Stellen nach dem Komma genau angeben, und ihr Nahrungsaufnahme gegen Null trainieren, sind keine Einzelfälle. Im Netz kursierende “Glaubensbekenntnisse” und Hungeranleitungen haben die Aufmerksamkeit einer deutschen Behörde erregt. Das Blog eines magersüchtigen Mädchens wurde von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) auf den Index gesetzt.

Das ist ein Präzedenzfall: Erstmals indiziert die BPjM ein privates Blog. Außerdem heißt es wohl in der Begründung der Prüfstelle, dass das “Pro-Ana”-Blog zwar kein Medium im klassischen Sinne sei, aber dies als Ausdrucksform der Krankheit Magersucht verstanden werden kann. Damit haben sie zwar ihre Zuständigkeit erklärt, aber nicht ihr weiteres Vorgehen.

Andere “Pro-Anorexie”-Blogs reagieren mit einem Disclaimer auf ihrer Startseite.

Hier gefunden: Golem.de, Rivva

Web 2.0 könnte Bürokratie entschlacken

4. November 2008 von hg

Kommunikation zwischen Bürgern und Ämtern findet noch immer häufig jenseits digitaler Kanäle statt. Das belegen die neuesten Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat, wie der Branchenverband Bitkom meldet. Nur rund 17 Prozent der Deutschen haben 2007 über das Internet ausgefüllte Formulare mit der öffentlichen Hand ausgetauscht. Besser sieht die Bilanz bei der Nutzung des Webs für die Informationsbeschaffung (39,1 Prozent) und den Downloads von Formularen (26,1 Prozent) aus. Der Grund ist in der noch unzureichenden digitalen Abbildung vieler Verwaltungsabläufe zu finden. Nach wie vor erscheinen die Arbeitsprozesse in Ämtern und Behörden intransparent, obwohl sich dies durch den Einsatz von Medien des Web 2.0 ohne großen technischen Aufwand ändern ließe, wie es Wirtschaftsunternehmen durchaus erfolgreich vormachen. Positive Beispiele, wie Bürger und Staat durch Blogs und Wikis näher zusammenrücken, stellt der Bitkom-Leitfaden “Web 2.0 für die öffentliche Verwaltung – Grundzüge, Chancen, Beispiele und Handlungsvorschläge” vor. So befürwortet der Verband die Anwendung von Web 2.0-Technologien dort, wo Bürger spezielles Wissen weitergeben können, das in der Verwaltung nicht oder nicht im notwendigen Umfang vorhanden ist.

Hier gefunden: silicon.de

Plagiatoren aus Deutschland

24. Oktober 2008 von hn

YouTube oder MyVideo? Facebook oder StudiVZ? Del.icio.us oder Mister Wong? Das Web diskutiert momentan über die Frage, ob deutsche Start-ups uncool sind. Aufgeworfen wurde die Frage vom Top-Blogger Robert Basic. Mit Ausnahme von StudiVZ, das Facebook hierzulande keine Chance lässt, nutzen deutsche Surfer viel häufiger amerikanische Plattformen als einheimische.

Ein Grund dafür ist vermutlich die Tatsache, dass deutschen Plattformen oft der Makel der Kopie anhaftet. Der Vorwurf ist sicherlich nicht unberechtigt, MyVideo beispielsweise gilt als Kopie von YouTube, ebenso Mister Wong von Del.icio.us oder StudiVZ von Facebook. Dennoch bildet StudiVZ eine Ausnahme, da kaum jemand das US-Vorbild kannte, als StudiVZ in Deutschland startete, und es insofern hierzulande als Innovationstreiber gilt.

Die Innovationen aus Deutschland sind rar, aber sie sind vorhanden. Zu nennen wären beispielsweise MyMuesli, dass Bio-Müslis zum selber zusammenstellen liefert, Plazes, dass gerade von Nokia gekauft wurde oder aromicon, eine Wein-nach-Geschmack-Suchmaschine. Alle diese Modelle funktionieren und sind Beleg für Innovationen aus der deutschen Netzwelt, also warum immer wieder abkupfern und sich Plagiats-Vorwürfe gefallen lassen?

Hier gefunden: meedia.de

Schweigen im Walde - deutsche Politiker und Web 2.0

10. Juli 2008 von hn

Die USA machen es mal wieder vor: schon im Vorwahlkampf nutzten die Kandidaten das Internet zur Wählermobilisierung, gleiches gilt nun für den Wahlkampf zwischen dem Demokraten Barack Obama und dem Republikaner John McCain. Vertreten sind sie auf allen wichtigen Plattformen, von YouTube über Myspace, Facebook und Twitter bis hin zu Blogs. Alle Kandidaten besitzen Profile bei den wesentliche sozialen Netzwerken, Barack Obama beispielsweise hat bei Facebook 1,1 Millionen Freunde, John McCain bringt es immerhin auf 340.000 Freunde.

Anders sieht es in Deutschland aus. Politiker und Web 2.0? Nahezu Fehlanzeige - Angela Merkel bringt es gerade mal auf 340 Freunde, womit sie aber in Deutschland den Spitzenplatz einnimmt und auch mit ihrem wöchentlichen Podcast ganz weit vorne liegt. Bei diesem Podcast fehlt allerdings die Kommentarfunktion für User, die bei den amerikanischen Politikern ganz selbstverständlich ist. Hier hat die SPD die Nase vorn, bei der Videoreihe “Ihre Fragen an Kurt Beck” können die User via YouTube Fragen an Beck richten, die dann ebenfalls via YouTube beantwortet werden.

Die Netzauftritte deutscher Politiker nehmen sich also äußerst bescheiden aus, ein schweres Versäumnis, wie Falk Lüke, Mitarbeiter der Studie “Politik und Web 2.0″ der Onlineagentur Newthinking, konstatiert: “Wenn die Parteien überleben wollen, müssen sie ins Netz. Da sind die jungen Menschen. In Deutschland ist eine Politikergeneration an der Macht, die damit kokettiert, nicht zu wissen, wie der PC angeht. Da ist es kein Wunder, dass die Internetauftritte nicht internationalen Standards genügen.” Dennoch erwartet Lüke ein sprunghaftes ansteigen der Online-Aktivitäten deutscher Politiker im nächsten Jahr- aber, liebe Politiker, nicht wieder alle Aktivitäten einschlafen lassen wie nach der vergangenen Bundestagswahl, davor hatten fast alle einen Blog, aber danach? Schweigen im Walde, oft nach nur einem einzigen Beitrag…

Hier gefunden: boerse-online.de, Financial Times Deutschland

Bloggen ohne zu Tippen

2. Juli 2008 von hg

Schreibfaule müssen nicht mehr auf die Segnungen des Web 2.0 verzichten und können alles, was sie der Welt zu sagen haben, über Mitmachradios wie 1000Mikes in Umlauf bringen. Über das Telefon bestücken die Nutzer dieser Live-Audio-Dienste ihre Radiokanäle unabhängig von Ort und Zeit. Die Vorbilder stammen, wie so oft, aus den USA. BlogTalkRadio, seit August 2006 auf Sendung, beschallt das Internet mit den Sendungen von rund 5000 aktiven Radiomachern. Der Reiz dieser Anwendung liegt in der Spontaneität und Authentizität der ohne Tonstudio und nicht immer sauber produzierten Beiträge. Auch für die Betreiber von 1000Mikes soll sich irgendwann der Aufwand lohnen. Dann soll sich der Dienst über Audiowerbung refinanzieren, die die Moderatoren auf freiwilliger Basis selber in ihre Beiträge einbauen. Daraus resultierende Einnahmen werden geteilt.

Hier gefunden: ZDF heute

Internetpiraten, geistiges Eigentum und Rechner zum Download

30. April 2008 von hn

Vergangenen Samstag nahmen 200 Künstler den “Welttag des geistigen Eigentums” zum Anlass, in einem offenen Brief an Angela Merkel zu fordern, dass das Vorgehen gegen Internetpiraterie zur Chefsache erklärt wird. Und die Kanzlerin reagierte prompt: in einem Podcast versicherte sie, dass sich die Regierung um die Belange von Tokio Hotel und Co. kümmern werde.  Unter anderem rutschte ihr dabei folgender Satz heraus, der nun in zahlreichen Blogs zur Zielscheibe von Spott und Häme geworden ist: “Denn das Herunterladen von Computern ist eine Sache, die nationale Grenzen nicht schützen können.” Wer würde sich nicht gerne einen neuen Rechner herunterladen?

Die Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern von Downloads bleiben allerdings weiterhin verhärtet. Vielleicht lohnt sich ein Blick auf das Vertriebsmodell des Dokumentarfilms “Leading to War“, der den Weg der Bush-Administration in den Irakkrieg zeigt. Der Film wird frei zum Download mit Untertiteln in 19 verschieden Sprachen angeboten. Ziel ist es, eine breite Öffentlichkeit und Kundenbasis zu gewinnen, denen dann ein Premium-Produkt zum Kauf angeboten wird, in diesem Fall ist das die auf Amazon erhältliche DVD in besserer Qualität. Bezeichnet wird dieses Vorgehen als “Freemium Business Model“, hier könnte sich eine Lösung für Vertriebswege der Zukunft anbahnen.

Hier gefunden: faz.net, politikportal.at, Yahoo

Bloginventur

19. November 2007 von mah

Die Blog-Statistiker Dirk Olbertz (Blogscout) und Jens Schröder (Deutscheblogcharts) haben nachgezählt und insgesamt 133.300 deutsche Weblogs identifiziert, die in den Monaten September und Oktober aktualisiert wurden. Bezieht man zusätzlich Weblogs mit ein, in die innerhalb der letzten sechs Monate neue Inhalte eingestellt wurden, kommt man auf 210.600 (Blogcensus).

Hier gefunden: horizont

Wahl der besten deutschen Blogs

19. September 2007 von mah

Das Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung wählt die besten deutschen Blogs aus 25 Vorschlägen. Auf Rang Eins landet die Riesenmaschine.

Hier gefunden: Jetzt.de (Vorschläge, Gewinner)