Einträge mit dem Tag ‘Blogs’

Linktipp: Blogs von Frauen

17. August 2010 von ak

“Wie im echten Leben” schreibt die taz: “Die meisten Blogs im Netz stammen von Frauen. Doch wenn sie gehört werden wollen, gelten sie als karrieregeil.”

Linktipp 17. August 2010
Linktipp 17. August 2010

Kathrin Strohmaier stellt fest:

- dass in Deutschland 79 Prozent der Männer, hingegen nur 65 Prozent der Frauen online sind (Forschungsgruppe Wahlen),

- dass Frauen weniger als Männer für die breite Öffentlichkeit schreiben, drei Viertel aller Frauen bloggen in Tagebuchform (Franka Hesse “Die Geschlechterdimension von Weblogs: Inhaltsanalytische Streifzüge durch die Blogosphäre)

- und “Frauen fühlen sich seltener ermächtigt, öffentlich zu sprechen” (Klaus Schönberger “Doing Gender, kulturelles Kapital und Praktiken des Bloggen”).

DAX 30 Unternehmen und Facebook, Twitter & Co.

7. Dezember 2009 von mah

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Prof. Dr. Lothar Rolke und Louisa Flocke von der Fachhochschule Mainz zeigen, dass rund drei Viertel der DAX 30 -Unternehmen mittlerweile im Netz twittern und knapp zwei Drittel auf Youtube vertreten sind. Facebook hingegen wird nur von der Hälfte eingesetzt. Nur 30% der größten deutschen Aktienunternehmen zeigen sich in der Blogosphäre mit einem Auftritt. Die Ergebnisse der Studie zeigen auch, wie unterschiedlich die Einsätze der großen DAX Unternehmen im Web 2.0 sind. Manche Unternehmen seien gar nicht vertreten, andere hingegen wie BMW, VW und Daimler sind auf Facebook, Youtube und Twitter präsent und führen außerdem firmeneigene Blogs.

Von einer Verweigerungshaltung hinsichtlich des Social Web rät Wirtschaftsprofessor Lothar Rolke jedoch ab. Einserseits bestünde die Gefahr, dass andere den Markennamen in Fake-Accounts nutzen. Andererseits sieht er die Vorteile von Web 2.0-Plattformen für die Markenbildung.

Die große Chance für Unternehmen durch die Nutzung von Social Media ist, dass sie sich ein Gesicht geben, sich “entanonymisieren” und “vermenschlichen”. Außerdem kann sich die Produkt-Qualität steigern und ein Mehrwert für den Konsumenten enstehen, wenn die Unternehmen auf Ideen, Kommentaren und Anregungen der User eingehen.

Klare Social Media-Strategien seien laut Rolke und Flocke noch nicht erkennbar. Erfolge gibt es dennoch: So zum Beispiele die YouTube Channel: Adidas (adidasOriginals2009) und Siemens (siemensanswers) oder den Lufthansa Twitter Account.

Hier für Sie gefunden: The Strategy Web

Aus der Umkleide in die Frontrow

17. Juli 2009 von ks

Nach der Fashion Week ist ja bekanntlich vor der Fashion Week. Zeit also für ein Resümee, denn es gilt das Augenmerk auf ein Phänomen zu richten, das lange mit milder Belustigung, wenn nicht gar Häme betrachtet wurde: Die Fashionblogs!

Im Rahmen der diesjährigen Fashion Week luden vier der bekanntesten Fashionbloggerinnen Deutschlands namens, Mary (quite contrary), Mahret (f&art), Jessie und Julia (Les Mads) am 4. Juli zum Treffen der Fashionblog-Elite im Berliner Yam Yam. Kongenialer Titel der Veranstaltung: Aus der Umkleide in die Frontrow, der das Phänomen Fashionblogs pointiert beschreibt. Dazu muss der geneigte Leser wissen, dass es unter den Modebloggerinnen üblich ist, Fotos von sich selbst in der Umkleidekabine bei z.b. Zara oder H&M oder anderen üblichen Verdächtigen zu schießen und Online zu stellen, um ihren Leserinnen die neuesten Trends vorzustellen. Gerne wird hier der Leser, in einer Mischung aus Eitelkeit und Verunsicherung, direkt angesprochen und gefragt, welches der Kleidchen, die mit in die Umkleidekabine durften, denn nun gekauft werden soll.

Wer aber sind diese Fashionblogger, was motiviert sie, sich so persönlich und gleich mit Foto vor Hunderten von Lesern zu präsentieren und wie gehen sie mit, manchmal bitterbösen, Kommentaren um? Was machen sie sonst noch, und wie kann man damit Geld verdienen? Fragen, die gar nicht so leicht zu beantworten sind. Nun muss man wissen: Eins eint die Fashionbloggerinnen und das ist selbstredend die Leidenschaft zur Mode. Sie fotografieren, recherchieren, verlinken und kommunizieren über Mode doch ein paar von ihnen bauen Stück für Stück ein kleines Unternehmen auf. Die vier Organisatorinnen des Fashionbloggertreffens haben genau dies zweifelsohne geschafft. Und hier erschließt sich auch der zunächst vielleicht kryptisch anmutende Titel des Treffens, denn die Erfolgreichen unter den BlogerInnen haben es geschafft und werden reglmäßig in die begehrte Frontrow der Fashionshows - in der sich bis dato elitäres Publikum, wie die allmächtige Anna Wintour (US Vogue) oder angesagte Schauspielerinnen oder Musikerinnen tummelten - geladen. Auch die Designer haben die Macht und Wirkkraft der Modeblogs erkannt: Wenn Jessie und Julia Labels wie Acne, Kaviar Gauche oder auch Elie Saab zu ihren Lieblingen küren, darf man sicher sein, dass die Zielgruppe direkt erreicht wird und sich die Leserinnen nach den beschriebenen It-Teilen verzehren. Wird ein Designer dagegen von den Fashionbloggerinnen verrissen, so kann dies zu nicht zu unterschätzenden Problemen für das Image des Labels führen.

LesMads gehört  zu den erfolgreichsten und professionellsten deutschen Modeblogs, was insofern aber auch nicht verwunderlich ist, weil hinter Les Mads Burda und das Glam-Netzwerk stehen. Julia Knolle, eine der mittlerweile drei Autorinnen bei Les Mads, war bis vor kurzem auch Chefredakteurin des deutschen Glam-Angebots. Last but not least sollten nicht unerwähnt bleiben jene BloggerInnen, wie z.b. Judith (What`s wrong with the zoo), Tessa (flannel apparel), Frank (I Heart Berlin), Lea (Lealoves) oder Lisa (LaLila), die aus ihren Talenten Leistungen machen, ohne sich dabei zu verbiegen.

Wer nun Lust bekommen hat, einen Ausflug in die Welt der Fashionblogs zu unternehmen, der sollte hier mal reinschauen:

  • LES MADS www.lesmads.de: Jessie, Julia und Schnati informieren seit zwei Jahren über Mode und Lifestyle. Breites Themenspektrum mit Nachrichtencharakter.
  • Stylebubble www.stylebubble.co.uk Susie Bubble aus London wurde von der Teen Vogue zur besten Bloggerin gewählt. Sehr junge aber schön designte, abwechslungsreiche Seite.
  • The Satorialist www.thesatorialist.com Der New Yorker Scott Schuman ist der bekannteste Mode-Blogger, seine Seite existiert seit 2005.

Das leidige Problem mit der Anwesenheit…

2. Juni 2009 von hn

Jeder (Bachelor-)Student kennt das Problem mit Anwesenheitslisten: Erfüllt man nicht eine bestimmte Anwesenheitsquote, gilt das Seminar als nicht bestanden. Jetzt hat sich eine Debatte über die Anwesenheitszeiten im Europäischen Parlament der Europaabgeordneten Dr. Silvana Koch-Mehrin (FDP) entzündet.

Die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” hatte berichtet, Frau Dr. Koch-Mehrin sei nur in 38,9 Prozent der Fälle im Europäischen Parlament anwesend gewesen. Die FAZ berief sich dabei auf eine Untersuchung der Anwesenheitszeiten von 900 Europaabgeordneten. Darüber hinaus berichtete die FAZ, dass sie, um bei den Anwesenheitszeiten besser dazustehen, Druck ausgeübt habe, damit Fehlzeiten während ihres Mutterschutzes nicht berücksichtigt werden. Gegen diese Behauptung setzte sich Koch-Mehrin mit einer Klage vor der Pressekammer des Landgerichts Hamburg zur Wehr.

So weit, so gut. Das Blog ruhrbarone.de berichtete nun, in einer eidesstaatlichen Versicherung im Rahmen ihrer Klage gegen die FAZ habe Frau Dr. Koch-Mehrin ihre Anwesenheit mit 75 Proznet angegeben. Das Problem: Selbst nach der offiziellen EU-Statistik war sie nur in 62 Prozent der Fälle anwesend. Dies würde bedeuten, dass sie eine falsche eidesstaatliche Versicherung abgegeben hätte, was wiederum eine Straftat wäre. Und das könnte die FDP-Politikerin gewaltig unter Druck setzen…

Ruhrbarone.de befürchtet nun, ebenfalls verklagt zu werden, was von den Anwälten der Politikerin aber dementiert wird: „Wir haben nicht damit gedroht, die Seite www.ruhrbarone.de abschalten zu lassen. Im Gegenteil, wir haben direkt das Gespräch mit dem Autoren Schraven gesucht, weil wir die Vorwürfe von ihm für nicht zutreffend halten.“

Auch das bekannte Blog netzpolitik.org hat die Story inzwischen aufgegriffen. Richtig ins Rollen bringen könnte die Debatte aber nun ein anderer Europaabgeordneter, nämlich Daniel Caspary (CDU). Dieser twitterte: “Koch-Mehrin fehlte dauernd: im Plenum nur 38%, im HaushaltsA keine 40% Anwesenheit. #FDP = Fehlen Dauernd im Parlament”. Frau Koch-Mehrin selbst äußerte in einer Stellungnahme, dass ihr die Verwaltung des Europäischen Parlaments eine Anwesenheit von 62% bescheinige, sich aber dabei verrechnet habe. “Statt 59 Tage Mutterschutz von der Gesamtzahl der Sitzungstage abzuziehen, müssten eigentlich 59 Tage zu ihrer Anwesenheit hinzu addiert werden.” Die Verwaltung, so Koch-Mehrin, befinde sich derzeit in einem “Klärungsprozess”. Wie das Ganze ausgeht, bleibt abzuwarten, dennoch sieht es so aus, als könnte die bisher an Themen eher arme Europawahl doch noch für einen Aufreger sorgen.

Hier gefunden: rp-online.de, derwesten.de

Jeff Jarvis und die Googlefizierung

19. Mai 2009 von ks

Jeff Jarvis, ehemaliger Journalist und Medienmanager, hat sich mit seinem Blog “BuzzMachine“, das er nach den Ereignissen am 11. September 2001 in New York gestartet hat, den Ruf eines Internet-Vorreiters erworben.

Mittlerweile hat er eine Journalistik-Professur inne und hält rund um den Globus Vorträge. In Deutschland zitiert man ihn vor allem im Zusammenhang mit seinen düsteren Prognosen zu der Zukunft der Printmedien. Nun hat Jarvis sein erstes Buch geschrieben. “Was würde Google tun” ist dieser Tage auch in deutscher Übersetzung erschienen.

Google ist das bis dato vermutlich erfolgreichste Internet-Unternehmen. Mit seinen Suchmaschinen und den Erlösen aus den zu den jeweiligen Suchergebnissen geschalteten Anzeigen ist das Prinzip “Google” so einfach wie genial. Jarvis analysiert nun in seinem Buch alle möglichen Branchen und Lebenslagen und stellt die Frage “Was würde Google tun?”. Seine Antwort ist ein Plädoyer für einen neuen gesellschaftlichen Ansatz:

“Unternehmen und andere Institutionen sollten sich ändern und transparenter werden, ihren Kunden und Mitarbeitern besser zuhören und sie an Innovationsprozessen beteiligen. Das Internet mit seinen Netzwerken und Plattformen ist ein Instrument dazu, argumentiert er. Wenn man es richtig einsetzt, muss man aber auch bereit sein, zumindest teilweise die Kontrolle abzugeben”.

Ähnliches kennt man bereits aus dem Aufruf, den die Autoren des “Cluetrain Manifestos“, das im Jahr 2000 in 95 Thesen veröffentlicht wurde. Jarvis bezieht sich auch mehrfach auf das Manifest. In seinem Buch macht der Blogger Vorschläge, wie sich die unterschiedlichen Branchen - von Banken über Medien bis zur Autoindustrie,  wandeln (”googlefizieren”) und auf die vom Internet bestimmte Zukunft einstellen können. Jarvis hätte angesichts der Finanzkrise keinen strategisch günstigeren Zeitpunkt für sein Buch wählen können.

Etwas angestrengt wirkt der stete Vergleich mit Google aber doch. Das Unternehmen ist zwar höchst erfolgreich und innovativ aber nun gerade nicht sehr transparent, was Jarvis auch einräumt. Andere, möglicherweise passendere Beispiele aus dem Web 2.0 wie Wikipedia oder das Anzeigen-Netzwerk craigslist werden nur knapp behandelt. Auch Barack Obama, der in seinem Internet-Wahlkampf, viele der von Jarvis beschriebenen Strategien umsetzte, wird nur kurz behandelt. Der Grund dafür ist evident: Wie viele der US-Blogger hatte auch Jarvis im Wahlkampf Partei ergriffen - für Hillary Clinton.

Hier gefunden: netzeitung.de

Vom Premierminister zum Blogger

9. März 2009 von hn

Für 22 Jahre war er Malaysias Premierminister: Mahathir Mohamad. Stets galt er als autoritärer Machtpolitiker und nicht als Demokrat oder Freund der Meinungsfreiheit, dennoch gilt er als verantwortlich für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Modernisierung Malaysias. Mittlerweile ist er 83 Jahre alt und seit 2003 nicht mehr im Amt. Jetzt feiert er ein Comeback als einflussreicher Blogger.

Als 2003 Mohamads Nachfolger Abdullah Badawi sein Amt antrat, wurde er von seinem Vorgänger in der Presse solange beschimpft und als Fehlbesetzung gerügt, bis er zu den selben Methoden griff wie einst Mohamad. Kurzerhand verbot Badawi allen großen Medien des Landes, über Mohamad zu berichten. Dieser fand sich plötzlich in derselben Position wieder wie die von ihm lange unterdrückte Opposition und es begann still um ihn zu werden. Doch die Opposition wusste sich mittlerweile zu helfen und es gelang ihr, das Meinungsmonopol der regierungstreuen Medien mithilfe zweier großer Internetportale inklusive Blogs und Foren zu brechen.

Diesen Weg wählt nun auch Mahatir Mohamad, er betreibt das Blog “chedet.com“, das so einflussreich ist, dass es nahezu alle Meldungen in die Presse schaffen. Größtenteils beschränkt Mohamad sich auf Kritik an der aktuellen Regierung, seltener gibt er auch seine Meinung zu außenpolitischen Themen ab. Der Einfluss der politischen Internetportale in Malaysia wird von Analysten als sehr groß bewertet, so  hat nun auch die Stimme von Mohamad wieder viel Gewicht und verschwindet nicht wie so viele andere  im Orkus des Web. Auf jeden Fall schön zu sehen, wie manche Menschen Möglichkeiten zur freien Meinungsäußerung wahrzunehmen versuchen,  die sie lange Zeit am liebsten verboten hätten…

Hier gefunden: derbund.ch, bazonline.ch, tagesanzeiger.ch

Deutsche Bahn im Abmahnwahn

4. Februar 2009 von hn

Die Deutsche Bahn, zur Zeit ohnehin im Mittelpunkt öffentlicher Kritik, geht nun gegen den Berliner Blogger Markus Beckedahl vor. Beckedahl ist Betreiber des mehrfach ausgezeichneten Blogs Netzpolitik.org und hatte am vergangenen Samstag ein internes Memo der Bahn veröffentlicht, das Informationen zur Rasterfahndung innerhalb des Unternehmens enthält. Wohl um weitere negative PR zu vermeiden hat die Deutsche Bahn darauf am gestrigen Dienstag mit einer Abmahnung gegen Beckedahl reagiert.

Dummerweise ging der Schuss nach hinten los, denn Beckedahl ersuchte via Twitter um Hilfe. Viele Leser seiner Tweets reagierten prompt und verbreiteten das zu löschende Memo. In kürzester Zeit waren unzählige Blogger und Twitterer darauf angesprungen, der deutsche Branchendienst Horizont berichtete und auch von den Grünen und der FDP sollen Hilfsangebote für Beckedahl eingegangen sein.

Wie die Chancen des Bloggers bei einem Rechtsstreit stehen ist derzeit unklar. Nach Einschätzung von Ralf Geppert, Justiziar bei der WAZ-Gruppe, ist zumindest die Begründung der Abmahnung fragwürdig. Beckedahl selber will nach eigener Aussage “nun erstmal abwarten wie sich die Sache entwickelt.” Seine erste Reaktion auf die Abmahnung war jedenfalls, diese ebenfalls sofort auf seinem Blog zu veröffentlichen, denn “so wird die Geschichte transparent.” Fest steht, dass die ganze Geschichte ohne die Abmahnung der Bahn wohl kaum Wellen geschlagen hätte, Beckedahl selber  verdeutlicht dies durch folgende Aussage: “Ich war zunächst enttäuscht, dass im Internet kaum jemand auf das Memo reagiert hat. Durch die Abmahnung hat sich das schlagartig geändert.” Sieht also nach einem klassischen Eigentor der Deutschen Bahn aus…

Hier gefunden: derwesten.de, come-on.de

Göttin der Weisheit im Gefängnis

19. Januar 2009 von hn

Dass die freie Meinungsäußerung in einigen Teilen der Welt nicht sonderlich geschätzt wird und schon so mancher Blogger aufgrund eines Blogeintrags im Gefängnis landete, ist hinlänglich bekannt. Der Fall des südkoreanischen Bloggers “Minerva” macht nun deutlich, dass dies auch in Ländern passieren kann, von denen man ein solches Vorgehen eher nicht erwartet hätte. Auch in Südkorea, einer der am dichtesten vernetzten Regionen der Erde, tobt nun eine Debatte über die freie Meinungsäußerung.

Minerva, benannt nach der griechischen Göttin der Weisheit, hatte durch seine oftmals überraschend genauen Wirtschaftsprognosen eine große Fangemeinde um sich geschart. Unter anderem sagte er den Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers voraus und übte Kritik an der Wirtschaftspolitik der koreanischen Regierung.

Minerva hatte behauptet, die koreanische Regierung habe großen Handelsfirmen und Finanzinstitutionen verboten, US-Dollar zu kaufen. Genau dies brachte ihn schließlich hinter Gitter, angeklagt ist er wegen Verbreitung falscher Informationen. Die südkoreanische Regierung untermauert diese Anklage mit der Behauptung, Minerva habe den Devisenmarkt durch verbreiten von Fehlinformationen empfindlich gestört.

Zur Zeit sitzt Minerva, dessen richtiger Name Park Dae Sung ist, weiterhin in Untersuchungshaft, wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr wurde eine Freilassung auf Kaution abgelehnt. Bei einem Schuldspruch drohen dem Angeklagten nun fünf Jahre Haft oder eine Geldstrafe von ca. 28.000 Euro.

Hier gefunden: net-tribune.de

Web 2.0 und Unternehmenskultur

27. November 2008 von hg

Die Einführung und der dauerhafte Betrieb von sozialen Medien in einem Unternehmen können nur über die aktive Einbindung der betroffenen Mitarbeiter erfolgen. Prägen Misstrauen und verbissene Konkurrenzkämpfen eine Unternehmenskultur, ist eine erfolgreiche Umsetzung von sozialer Software wie Blogs, Wikis und Communities ernsthaft gefährdet. Zu diesem Ergebnis kommt das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in einer Untersuchung. Die Arbeitswissenschaftler fokussieren ihre Betrachtungen auf drei Ebenen: die Organisation des Unternehmens als formaler Rahmen, die in Gruppen abgebildeten Teams und das Individuum.

Eine offene Unternehmenskultur, die für Meinungsaustausch und Vertrauen steht, gestattet die glaubwürdige Einführung durch Mitarbeiter bestückter Medien, bei gleichzeitigem Verzicht auf redaktionelle Eingriffe durch die Unternehmensführung. Auf der Teamebene tragen der Glaube an die Leistungs- und Durchsetzungsfähigkeit der eigenen Gruppe sowie das Erlebnis gemeinsamer Erfolge zur aktiven Teilnahme am Wissensaustausch bei. Auf individueller Ebene gewinnt der Faktor Identifikation mit dem Unternehmen für den Wissensaustausch über Web 2.0-Medien eine wichtige Bedeutung. Auch die Anerkennung, die einem Organisationsmitglied für ein hohes und fachlich überzeugendes Engagement zuteil wird, hat eine motivierende Wirkung.

Es zeigt sich, dass die Einführung sozialer Software kein rein technisches Problem ist. Strukturen in der Organisation müssen den geänderten Anforderungen angepasst werden und damit kommen auf Mitarbeiter und Führungskräfte neue Anforderungen zu.

Hier gefunden: computerwoche.de

Das Superhelden-Blog

6. November 2008 von hn

Spätestens seit den schier endlos anrollenden Hollywood-Verfilmungen von Comics kennt jeder Hulk, Iron Man, Spider-Man oder die Fantastic Four. Aber wer kennt schon alle Nebencharaktere oder kann die Frage beantworten, warum Hulk jetzt Rot statt Grün ist?

Diese Bildungslücken versucht jetzt das “Comic Blog” von Michael Nolden zu schließen. Genregrenzen kennt Nolden dabei nicht, Superhelden werden ebenso behandelt wie Abenteuer-Comics oder Mangas. Auch einen Blick über den Tellerrand hinaus wagt Nolden mit Kategorien wie “Comics im Film” oder “Comics im Roman”. In diesem liebevoll gemachten Blog darf eine Linkliste zu den populärsten Comiczeichnern natürlich nicht fehlen. Wer also etwas für Comics übrig hat, sollte sich den Comic-Blog einmal ansehen.

Hier gefunden: sueddeutsche .de