OpenSource in der Filmwelt

Eines der Themen auf dem Medienforum Mittweida, das vom 10. - 12.11.08 stattfindet, ist Film 2.0. Dabei geht es darum, ein Konzept, dass in der Softwarebranche seit Jahren Anwendung findet, auf das Filmemachen zu übertragen. Hierbei handelt es sich um OpenSource-Filme, bei denen die Macher sich bewusst gegen ein Copyright entscheiden und den Zuschauern jegliche Weiterverbreitung ihrer Werke gestatten. Auf diese Weise können auch Low Budget-Produktionen ein Millionenpublikum erreichen.

Diskutiert werden auf dem Medienforum Themen wie Filmvermarktung 2.0, User Generated Advertising, virales Marketing oder die Geschichte der Raubkopien, aber auch die Frage nach der Finanzierung von Folgeprojekten. Referenten zum Thema Film 2.0 sind Stefan Kluge, Gründer des OpenSource Netlabels VEB Film Leipzig, und Tino Kreßner, Produzent und Vermarkter des Films “Mitfahrgelegenheit” sowie des dazu gehörigen interaktiven Projekts “Filmtrip”, beide Pioniere des deutschen OpenSource-Films.

Ein hervorragendes Beispiel, wie viel Aufmerksamkeit sich beispielsweise via Filesharing erzeugen lässt, ist der Film“The Man from Earth”. Nach Aussage des Produzenten Eric D. Wilkinson besaß der Film nahezu kein Werbebudget, fand aber dennoch über Filesharing millionenfache Verbreitung, einhergehend mit äußerst positiven Kritiken innerhalb der IMDb (Internet Movie Database). Wilkinson dankte den Usern und überlegt nun, seinen nächsten Film selber im Netz zu veröffentlichen. Wie man sieht kann Filesharing also nicht nur zerstörerisch wirken. Im Übrigen ist “The Man from Earth” wirklich sehenswert…

Hier gefunden: medien-mittweida.de, gulli.com

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