Wo bleibt bloß der Gewinn?

Würde man nur die geradezu explodierenden Nutzerzahlen der Social Community-Stars wie MySpace oder Facebook betrachten, käme man wohl kaum auf die Idee, den Betreibern irgendwelche Probleme zu unterstellen. Dennoch befinden sie sich in einem Dilemma: die exorbitant steigenden Userzahlen führen nicht automatisch zu steigenden Umsätzen und Gewinnen, bislang gelingt es den Unternehmen nicht, dies in bare Münze umzuwandeln.

Vor diesem Hintergrund erscheint die neueste Initiative von MySpace, Facebook und Google plausibel. Diese Unternehmen wollen den Austausch von Profildaten zwischen den einzelnen Netzwerken ermöglichen, um diese Seiten als zentrale Anlaufstellen im Web zu etablieren und damit die Attraktivität für Werbekunden steigern. Die Steigerung der Werbeerlöse ist die einzige Möglichkeit, mit Web 2.0-Applikationen Geld zu verdienen, da kaum ein Kunde bereit wäre, für den angebotenen Service zu bezahlen.

So plausibel dieser Weg aus Unternehmenssicht erscheint, ist er doch nicht frei von Risiken. Wie immer ist hier vor allem der Datenschutz zu nennen, denn mit jeder Weitergabe von persönlichen Daten an andere Netzwerke verringert sich die Kontrolle über die eigenen Daten. Hinzu kommt: nur ein Username und ein Passwort für jede Seite vereinfacht das Vorgehen für Cyber-Kriminelle und andere Datensammler erheblich. Aus Unternehmenssicht liegt die größte Gefahr allerdings woanders: schon in der Vergangenheit reagierte die WWW-Community mit reflexhafter Abneigung gegen Kommerzialisierungsversuche von Web 2.0-Plattformen, es besteht also die Gefahr, dass die Unternehmen ihr größtes Kapital aufs Spiel setzen: ihre Nutzer…

Hier gefunden: FTD.de, derStandard.at, Netzeitung.de, tripple.net, futurezone

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