Archiv für die ‘Buchtipps’ Kategorie

Neuigkeiten aus Twitterland (4)

28. Mai 2010 von ak

Die Frankfurter Rundschau greift unter dem Titel “Verflucht berühmt” eine Twitter-Story auf, die außerordentlich amüsant ist. Justin, 29, lebt wieder bei seinem 74 Jahre alten Vater und twittert “sh*tmydadsays”.

Die Geschichte: Er muss wieder bei seinem Vater einziehen, weil er in Los Angeles als Drehbuchautor gescheitert ist. Sein Vater nimmt kein Blatt vor den Mund: “Weißt du, manchmal ist es schön, dich hier zu haben. Aber jetzt gerade nicht. Und nun gib mir die Fernbedienung, wir gucken diesen Bullshit nicht.”

Diese Bonmots erst getwittert, werden zu einem Buch verarbeitet, veröffentlicht und mit William Shatner (zuletzt als Denny Crane in Boston Legal) in der Rolle des Vaters, Sam Halpern, in eine Sitcom verwandelt. Brilliant: “Du - ein veröffentlichter Autor? Internet zählt nicht. Jedes Arschloch kann da seinen Scheiß auskotzen.” - hat aber mit Sicherheit nicht 1,37 Mio. Follower.

Neuigkeiten aus Twitterland (2)

28. Juli 2009 von ak

An erster Stelle wäre da die Ankündigung eines Buchs: Tim O’Reilly und Sarah Milstein haben “The Twitter Book” vorgelegt.  Ende August ist es für schlappe 19 Euro auch hier und auf Deutsch erhältlich. Beschrieben wird Twitter als asymmetrisches Kommunikationsmodell, gefolgt (followed) wird dem Twitterer, der interessante Tweets zu bieten hat.

Zweitens bekommt Twitter eine neue Startseite. Biz Stone, Twitter-Mitbegründer, will das Zwitscherangebot weniger verwirrend und informativer gestalten: “Wir müssen besser zeigen, wer wir sind”. Alles in allem soll Einsteigern das Einsteigen erleichtert werden.

Dritter Punkt: Spam findet sich überall im Netz, natürlich auch auf Twitter-Planet. Deswegen gilt mittlerweile folgende Formel als angemessen: “Folge nicht denjenigen, die Dir folgen.” Prüfe, wem Du folgst, so wie im Offline-Leben eben auch.

Schlussnote: Seit es die Twittercharts von popkulturjunkie gibt (seit April 2008 und damals hatte Sascha Lobo noch 765 Follower, heute sind es 16.186), sind wir immerhin gewarnt, hinter welchem prominenten Twitter-Account ein Fake stecken mag. Trotzdem ist die FAZ auf Harald Schmidts @BonitoTV alias Rob Vegas gefälschte Pressekonferenz via Twitter reingefallen. netzeitungmeedia und DWDL ziehen genüsslich drüber her.

Zitat falscher Harald Schmidt: “Lese gerade die FAZ und bin auf Seite 33. Vielen Dank für die Berichterstattung zur gestrigen Twitter-PK. Grüße !”

FAZ korrigiert sich, den Abonnenten vorbehalten. In medias res?

Jeff Jarvis und die Googlefizierung

19. Mai 2009 von ks

Jeff Jarvis, ehemaliger Journalist und Medienmanager, hat sich mit seinem Blog “BuzzMachine“, das er nach den Ereignissen am 11. September 2001 in New York gestartet hat, den Ruf eines Internet-Vorreiters erworben.

Mittlerweile hat er eine Journalistik-Professur inne und hält rund um den Globus Vorträge. In Deutschland zitiert man ihn vor allem im Zusammenhang mit seinen düsteren Prognosen zu der Zukunft der Printmedien. Nun hat Jarvis sein erstes Buch geschrieben. “Was würde Google tun” ist dieser Tage auch in deutscher Übersetzung erschienen.

Google ist das bis dato vermutlich erfolgreichste Internet-Unternehmen. Mit seinen Suchmaschinen und den Erlösen aus den zu den jeweiligen Suchergebnissen geschalteten Anzeigen ist das Prinzip “Google” so einfach wie genial. Jarvis analysiert nun in seinem Buch alle möglichen Branchen und Lebenslagen und stellt die Frage “Was würde Google tun?”. Seine Antwort ist ein Plädoyer für einen neuen gesellschaftlichen Ansatz:

“Unternehmen und andere Institutionen sollten sich ändern und transparenter werden, ihren Kunden und Mitarbeitern besser zuhören und sie an Innovationsprozessen beteiligen. Das Internet mit seinen Netzwerken und Plattformen ist ein Instrument dazu, argumentiert er. Wenn man es richtig einsetzt, muss man aber auch bereit sein, zumindest teilweise die Kontrolle abzugeben”.

Ähnliches kennt man bereits aus dem Aufruf, den die Autoren des “Cluetrain Manifestos“, das im Jahr 2000 in 95 Thesen veröffentlicht wurde. Jarvis bezieht sich auch mehrfach auf das Manifest. In seinem Buch macht der Blogger Vorschläge, wie sich die unterschiedlichen Branchen - von Banken über Medien bis zur Autoindustrie,  wandeln (”googlefizieren”) und auf die vom Internet bestimmte Zukunft einstellen können. Jarvis hätte angesichts der Finanzkrise keinen strategisch günstigeren Zeitpunkt für sein Buch wählen können.

Etwas angestrengt wirkt der stete Vergleich mit Google aber doch. Das Unternehmen ist zwar höchst erfolgreich und innovativ aber nun gerade nicht sehr transparent, was Jarvis auch einräumt. Andere, möglicherweise passendere Beispiele aus dem Web 2.0 wie Wikipedia oder das Anzeigen-Netzwerk craigslist werden nur knapp behandelt. Auch Barack Obama, der in seinem Internet-Wahlkampf, viele der von Jarvis beschriebenen Strategien umsetzte, wird nur kurz behandelt. Der Grund dafür ist evident: Wie viele der US-Blogger hatte auch Jarvis im Wahlkampf Partei ergriffen - für Hillary Clinton.

Hier gefunden: netzeitung.de

Es weihnachtet …

20. Dezember 2007 von ak

Torsten Schwarz, Mitherausgeber des Buches “Leitfaden Integrierte Kommunikation”, verschenkt bis zum 24. Dezember dieses Buch als Download.

Im zweiten Teil werden aktuelle Trends der integrierten Kommunikation aufgegriffen: “Das als Web 2.0 bezeichnete neue Internet raubt den Unternehmen die alleinige Kontrolle über die Kommunikation. In Online-Foren produzieren Verbraucher heute mehr Marketing-Informationen als die Unternehmen selbst.” Dazu gibt es zwei umfassende Kapitel:

Martin Oetting: Wie Web 2.0 das Marketing revolutioniert

Klaus Eck: Weblogs in der Kundenkommunikation

Hier gefunden: marketing-börse

Digitales Entdecken von Musik

27. November 2007 von ak

David Jennings, britischer Psychologe, beschreibt die Zukunft der Musik im Internet in seinem Blog und Buch: Net, Blogs an Rock’n'Roll: How Digital Discovery Works and What It Means for Consumers, Creators and Culture. Nicholas Brealey Publishing. 258 Seiten. In einem ausführlichen Interview mit futurezone@orf.at plaudert Jennings über das alternative Entdecken von Musik jenseits des traditionellen Musikgeschäfts: “Die traditionellen Gatekeeper können beispielsweise mit Hilfe von Last.fm und MySpace, MP3-Blogs und Podcasts umgangen werden. Das bedarf natürlich auch der Bereitschaft, seine Musik so zu lizenzieren, dass sie in diesen Kanälen gehört werden kann.”

Hier gefunden: Tonspion

Polemik pur?

26. November 2007 von ak

Die Behauptung, das Internet zerstöre unsere Kultur, steht zur Debatte in: Andrew Keen: The Cult of the Amateur. How Today’s Internet is Killing Our Culture. Doubleday. 228 Seiten. Ein Blick auf die ersten 44 Seiten findet sich hier. Keen richtet seine Medienschelte gegen die Amateure des Web 2.0, also gegen diejenigen, die seiner Meinung nach unwissend, peinlich und laienhaft das Internet mit ihren Inhalten überschwemmen und damit die kulturellen Errungenschaften wie die Zeitung, das Musikalbum, das Buch und den Film bedrohen und die Menschen, die in der Kulturindustrie arbeiten.

Hier gefunden: Neue Zürcher Zeitung Online

Bedeutung von Blogs für Unternehmen

26. Oktober 2007 von mah

PR-Blogger Klaus Eck beschreibt in seinem Fachartikel die Bedeutung und den Einsatz von Blogs für Unternehmen. Darin beschreibt er nicht nur die Relevanz von Blogs in der professionellen Kommunikation, sondern gibt auch konkrete Hinweise zur Einrichtung und Bekanntmachung eines eigenen Corporate Blogs. Noch ausführlicher wird es in seinem Buch: Corporate Blogs. Unternehmen im Online-Dialog zum Kunden.

Hier gefunden: marketingBÖRSE

Die andere Seite der Medaille

26. Oktober 2007 von mah

Jeder kann seine Meinung im Netz veröffentlichen. Damit verbunden sind auch Fälle von Beleidigungen und Rufschädigungen einzelner Personen, Unternehmen und Organisationen. Die Urheber von internetvictims!, eine Initiative gegen Rufschädigung und Verleumdung im Internet, veröffentlichen dazu jetzt ein 400-Seiten starkes Handbuch mit dem Titel “Tatort Internet”.

Hier gefunden: net-tribune

Online-PR im Web 2.0

30. September 2007 von ak

Eine Rezension zu: Pleil, Thomas (Hg.) (2007): Online-PR im Web 2.0: Fallbeispiele aus Wirtschaft und Politik. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH. 236 Seiten.

Hier gefunden: PR-Journal