Die Gedanken sind frei…
5. August 2008 von hn… der Zugang zum Internet in China bekanntlich nicht. Im Streit um den eingeschränkten Internetzugang für Journalisten während der Olympischen Spiele in Peking zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab. Nachdem das Internationale Olympische Kommittee (IOC) anfangs noch uneingeschränkten Zugang zum Internet versprochen hatte, knickte es ein und verspricht nun nur noch “größtmöglichen” Zugang. Der Präsident des IOC, Jacques Rogge, spricht in diesem Zusammenhang von Naivität: “Wir sind Idealisten. Idealismus ist etwas, das mit Naivität verbunden ist.”
Nun scheint das IOC aber doch noch einen Weg gefunden zu haben, der ihm zumindest einen Teil der verlorenen Glaubwürdigkeit zurückbringen könnte. Erstmals gestattet das IOC den Athleten, ein Weblog zu betreiben, das auch Meinungsäußerungen zu Menschenrechtsfragen ermöglicht. Bislang galt immer die IOC-Regel 49, die jede journalistische Tätigkeit der Athleten verbietet. Die gemeinhin als “schwierig” empfundene Kommunikation mit den chinesischen Gastgebern könnte durch dieses Vorgehen noch zusätzlich erschwert werden.
Hier gefunden: netzeitung, Frankfurter Neue Presse, Märkische Allgemeine
