Archiv für die ‘Marktforschung’ Kategorie

Linktipp: Blogs von Frauen

17. August 2010 von ak

“Wie im echten Leben” schreibt die taz: “Die meisten Blogs im Netz stammen von Frauen. Doch wenn sie gehört werden wollen, gelten sie als karrieregeil.”

Linktipp 17. August 2010
Linktipp 17. August 2010

Kathrin Strohmaier stellt fest:

- dass in Deutschland 79 Prozent der Männer, hingegen nur 65 Prozent der Frauen online sind (Forschungsgruppe Wahlen),

- dass Frauen weniger als Männer für die breite Öffentlichkeit schreiben, drei Viertel aller Frauen bloggen in Tagebuchform (Franka Hesse “Die Geschlechterdimension von Weblogs: Inhaltsanalytische Streifzüge durch die Blogosphäre)

- und “Frauen fühlen sich seltener ermächtigt, öffentlich zu sprechen” (Klaus Schönberger “Doing Gender, kulturelles Kapital und Praktiken des Bloggen”).

2. Social Media Measurement Summit in Berlin

3. März 2010 von hn

Gestern fand im Berliner Newthinking Store der zweite Social Media Measurement Summit der AG Social Media statt. Etwa 50 Vertreter aus verschieden Bereichen (Verbände, Vermarkter, Agenturen, Produzenten etc.) diskutierten über geeignete Ansätze zur Entwicklung eines Kataloges von Social Media-Kennzahlen und Erhebungsmethoden. Spezifische Kennzahlen für Social Media sollen dazu dienen, die Potenziale von Social Media realistisch einzuschätzen und zu verargumentieren.

Panel- und webseitenbasierte Ansätze in Kombination mit inhaltsbezogenem Monitoring ergeben einen leistungsfähigen Methodenmix, der die Erhebung von Social Media-Kennzahlen ermöglicht. Eine Arbeitsgruppe, wird sich ab sofort  mit der Ausarbeitung der Messgrößendefinition und der Methodenentwicklung beschäftigen.

Momentan arbeiten unterschiedliche Unternehmen und Verbände an eigenen Lösungen. Ziel der AG Social Media - zu deren Gründungsmitgliedern Ausschnitt Medienbeobachtung gehört - ist es, eine gemeinsame Entwicklung voranzutreiben, um Standards zu etablieren und Synergieeffekte zu nutzen. “Social Media sind heute ein fester Bestandteil von PR und Publizistik. Solide und allgemein akzeptierte Kennzahlen sind die Grundlage für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Dazu wollen wir mit der AG Social Media unseren Beitrag leisten, indem wir auch die Bedürfnisse der Marktpartner vertreten, die normalerweise nicht in den Branchengremien verteten sind”, so Jörg Blumtritt, Vorsitzender der AG Social Media.

In Kurzvorträgen wurden drei unterschiedliche Ansätze präsentiert. Dirk Lämmerhirt von The Nielsen Company stellte an konkreten Beispielen Kennzahlen vor, die Nielsen durch Panelforschung erstellt. Oliver Pischke, Geschäftsführer der Spring GmbH & Co. KG (als Dienstleister u.a. für die Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung tätig), stellte eine zum Panelansatz komplementäre Methode vor, bei der Content automatisch mit einem eindeutigen Tag gekennzeichnet wird, über das dann die Aufrufe getrackt werden können.

Anna-Maria Zahn, Unitleiterin Leistungswerte/Marktforschung beim Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), stellte eine geplante Studie des Verbandes vor. Diese soll die spezifische Wirkung von Werbung auf und in Social Media untersuchen. Betrachtet werden neben der Beschreibung des Users auch spezifische Größen für Consumption (Nutzung), Contribution (Aktivität) und Sharing (Inhaltsdistribution).

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Maren Heltsche, Consultant Medien-Analyse bei Ausschnitt Medienbeobachtung, Mitglied im Arbeitskreis Wertschöpfung der DPRG und Vorstandsmitglied der AG Social Media, vertrat insbesondere die Anliegen der PR-Branche, deren Anforderungen in der Erfolgsmessung teilweise anders gelagert sind als im klassischen Marketing. Social Media-Measurement steht ebenso wie die PR-Branche, der Problematik  gegenüber, immaterielle Wertzuwächse in  glaubwürdigen Kennzahlen abzubilden. “Wir sollten nicht versuchen, das Rad neu zu erfinden: die Kennzahlen, die wir suchen, sollen auch Orientierung an Altbekanntem geben, um das Neue greifbar zu machen.”

siehe auch hier: Internet World Business, Communicationcontrolling.de

Handys laufen Computern den Rang ab

19. Januar 2010 von hn

Schon im Jahr 2013 werden webfähige Handys dem Computer als Nr. 1 beim Internetzugang den Rang ablaufen. Zu dieser Einschätzung gelangen die Marktforscher von Gartner. Laut deren Prognose wird 2013 die Zahl der PCs weltweit  1,78 Milliarden Geräte betragen, für internetfähige Handys und Smartphones erwarten die Experten dann aber bereits 1,82 Milliarden Einheiten.

Nach Angaben von Daniel Ott, Sprecher der Initiative D21, liegt derzeit die alleinige mobile Web-Nutzung, d.h. ohne zusätzlichen Zugang am Rechner, zwar noch bei unter zwei Prozent, dennoch sei ein Eintreffen der Gartner-Prognose durchaus realistisch. Diese erwartet ferner, dass in Zukunft immer mehr Webseiten für die mobile Nutzung optimiert werden.

Als zentrale Anlaustelle im Netz sehen die Analysten Facebook, weisen aber gleichermaßen darauf hin, dass es aufgrund seines stetigen Wachstums und seiner Dominanz zur ernsthaften Bedrohung für andere soziale Netzwerke und Web 2.0-Plattformen werde. Anwendungen wie beispielsweise Twitter würden sich zwar weiterentwickeln, aber immer weiter spezialisieren und auf Nischen konzentrieren. Facebook werde bald den alleinigen gemeinsamen Nenner unter ihnen bilden.

Hier gefunden: persoenlich.com; ZDnet

Neuigkeiten aus Twitterland

17. April 2009 von ak

Ashton Kutcher steht anscheinend nicht nur auf grüne Ampelmännchen mit Hut, sondern wettet auch öffentlich, dass er bei dem Micro-Blogging-Dienst schlechthin, also Twitter, die Zahl seiner Gefolgschaft als erster vor CNN Breaking News auf über eine Million katapultiert. Wir stellen fröhlich fest, er hat es geschafft. Kommentiert wurde das Follower-Rennen u. a. von Meedia und dem Handelsblatt. Kutcher indes folgt 73 “Friends”. Schaue gerade nach, ob er auch Demi Moore folgt … entdecke Maria Shriver und Rumer Willis, Oprah Winfrey, Larry King. Ich kann “mrskutcher” nicht entdecken.

The Streets verschenkt an drei Tagen hintereinander je einen Song via Twitter, schreibt motor.de.

Google Ad Planner veröffentlicht die Februar-Zahlen. Dort heißt es, Twitter hätte 760.000 Unique Visitors. Es schwirrt eine Zahl im Raum von 400 Prozent Wachstum  in drei Monaten.

Twitter ist weniger etwas für die Generation SchülerVZ, viel mehr seien es die “reiferen Internetnutzer”, die sich hier austauschen. Comscore legt demographische Zahlen vor für schätzungsweise zehn Millionen Twitterer. Die 25-Jährigen bis 54-Jährigen sind überdurchschnittlich beteiligt, wobei es eine kleine Delle bei den 35- bis 44-Jährigen gibt.

Des Weiteren stellt eine Studie die Frage, ob Twitter, Facebook und Co. die Moral untergraben? “Das ständige Erhalten neuer Nachrichten und die mögliche Vielzahl an sozialen Kontakten würden zu einer ‘Überkommunikation’ führen. Der ‘moralische Kompass’ im Gehirn sei von den Online-Angeboten überfordert.” Schlichtes Forschungsergebnis bleibt: “Reale Kontakte sind notwendig.”

No Name auf dem Vormarsch

20. Februar 2009 von hn

Eine neue Studie der BBDO Consulting zeigt, dass deutsche Konsumenten sich kaum noch an eine Marke binden und diese größtenteils für austauschbar halten. Dies gilt insbesondere für Produkte des täglichen Bedarfs wie Benzin, Waschmittel oder Molkereiprodukte. Ca. drei Viertel der Befragten halten besonders diese Produkte für austauschbar und unterliegen somit keiner Markenbindung mehr. Mittlerweile beträgt die wahrgenommene Markengleichheit 64 Prozent, eine Steigerung um zwei Prozent im Vergleich zur letzten Erhebung von 2004. Den größten Sprung  haben dabei Pharma-Produkte vollzogen, hier kletterte der Wert von 55 Prozent in 2004 auf 65 Prozent in der aktuellen Studie. Als Grund hierfür sieht BBDO die preiswerten Generika, welche die Markenprodukte verdrängen.

Die geringsten Verschiebungen zeigen sich im Luxussegment: bei Autos, Kleidung und Parfümen verläuft der Austauschprozess wesentlich langsamer als bei Alltagsprodukten. Es gibt aber auch einen Silberstreif am Horizont, ein Produkt hat sogar an Austauschbarkeit verloren und insofern seine Markenbindung gesteigert: Bier. Tja, wer gegen die Krise antrinkt bleibt anscheinend beim vertrauten Gebräu, hat ja schließlich immer funktioniert…

Hier gefunden: bigtrends.blog.de

Geringe Glaubwürdigkeit von Corporate-Blogs

11. Dezember 2008 von mah

Corporate-Blogs genießen als Informationsquelle kein besonderes Vertrauen. Sie rangieren im Vertrauensranking an letzter Stelle von unterschiedlichen Informationskanälen - deutlich hinter Produktbewertungen von Nutzern oder beispielsweise Print-Medien. Dies ermittelten Analysten von Forrester Research in einer Online-Befragung unter erwachsenen US-Bürgern. Der Forrester-Analyst Josh Bernoff sieht in diesem Ergebnis aber keinen Grund, Corporate-Blogs nicht weiter einzusetzen. Vielmehr ermuntert er Corporate-Blogger, stärker Inhalte von allgemeinem Interesse zu wählen und nicht nur über eigene Produkte zu schreiben. Damit stiegen die Chancen, als vertrauenswürdigere Quelle wahrgenommen zu werden.

Hier gefunden: Computerwoche

Internet bedrängt klassische Medien

17. Oktober 2008 von ak

Zum zehnten Mal veröffentlicht Allensbach die ACTA (Allensbacher Computer- und Technik-Analyse). Der Medienwandel kommt nicht radikal sondern schleichend. Robin Meyer-Lucht findet Medienwandel inzwischen “richtig cool” und beschreibt ihn in seinem Spiegel-Artikel als eine “Art Grundgefühl der Medienindustrie”, das mit “wohligem Schauer durchlebt” wird.

Laut ACTA stieg die Zahl der Internetnutzer um sechs Prozent auf 35,8 Millionen, das sind 71,7 Prozent der Bundesbürger zwischen 14 und  64 Jahren. Die tägliche Nutzung ist im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 19,3 Millionen gestiegen.

“Das Netz informiert schneller als Tageszeitungen und das Fernsehen”, fasst sueddeutsche.de zusammen, dabei sinkt das Bedürfnis nach kontinuierlicher Information von 2003 bis heute von 61 Prozent auf 56 Prozent. Das Fernsehen als Nachrichtenmedium Nummer 1 wird vom Internet attackiert. Fernsehen und Zeitungen sind nach wie vor die wichtigsten Informationsquellen, wenn es darum geht, sich über das aktuelle Geschehen zu informieren, Nachrichtenseiten im Internet gewinnen an Image. Für die Gruppe der 20- bis 39-Jährigen mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss überholt das Internet mit 51 Prozent die Zeitung (46 Prozent) als wichtigstes Nachrichtenmedium.

Für die “Digital Natives”, die nach 1980 Geborenen konstatieren die Allensbacher Forscher eine Abkehr von der Nachrichten- und Informationsflut, die soweit führt, dass es mehr um Selbstdarstellung im Netz geht: Gelesen werden - aber nicht lesen.

Hier gefunden: Spiegel Online (1), Spiegel Online (2)sueddeutsche.de

Social Media: Reichweiten und Relevanz

22. Juli 2008 von mah

Brauchen Social Media, wie Blogs neue Kennzahlen? Ja, meint Benedikt Köhler, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Social Media. Bestehende Online-Maße wie Page Impressions, Unique Visitors und TKP haben damit aber nicht ausgedient. Sie sollen allerdings um Kennzahlen ergänzt werden, die die Besonderheiten von sozialen Medien abbilden. Gründe dazu leitet er ab aus der Messtheorie, Goodhart’s Law und der Gesellschaftstheorie.

Als Grundlage einer neuen Relevanzmessung wären beispielsweise Kennzahlen für Konversation, Vernetzung und Engagement vorstellbar. Die Arbeitsgemeinschaft Social Media wird “Maße und Konzepte dieser Art genauer zu beschreiben, operationalisieren und ihre praktische Relevanz für ökonomische Entscheidungen untersuchen”.

Hier gefunden: KoopTech

Entscheidungshilfe Internet

20. Juni 2008 von mah

Europäische Internetnutzer werden durch Online-Inhalte maßgeblich in ihrem Kaufverhalten beeinflusst. Dies ist das Ergebnis einer Befragung des Institut Harris Interactive im Auftrag der Kommunikationsagentur Fleishman-Hillard in England, Frankreich und Deutschland. Die Teilnehmer der Studie machten Angaben zur Nutzungszeit unterschiedlicher Medien und schätzten deren Einfluss auf ihre Entscheidungen ein. Daraus entwickelte das Marktforschungsinstitut einen Index. Nach dieser Bemessung hat das Internet doppelt soviel Einfluss auf Kaufentscheidungen wie das Fernsehen und acht Mal so viel wie Printmedien. Welche Seiten den stärksten Einfluss ausüben, variiert von Produkt zu Produkt. Unternehmensseiten wird dabei nur in Einzelfällen Einfluss beigemessen. Am wichtigsten sind Vertrauenswürdigkeit und unabhängige Meinungen.

Hier gefunden: kress.de

Pressemitteilung zur Studie und Ansprechpartner.

Freie, Sehnsüchtige und Getriebene

29. Mai 2008 von hn

Mal wieder gibt es eine neue Studie zum Web 2.0, diesmal hat die zum Burda-Verlag gehörende Zeitschrift “Tomorrow” Web 2.0-Nutzergruppen typisiert und deren Nutzbarkeit für die Werbung untersucht. Herausgekommen sind dabei schüchterne und kontaktsuchende “Sehnsüchtige”, informationssuchende “Denker”, emotionale “Fühlende” sowie “Relaxte”, “Getriebene”, “Skeptiker” und “Ruhende”.

Eine besonders große Gruppe (ca. 8 Mio. von ca. 40. Mio deutschen Internetnutzern) stellen allerdings die “Freien” dar, diese gelten als konsum- und markenorientiert und sind aufgrund ihrer Multiplikatorstellung besonders spannend für Werbetreibende. Besonderes Kennzeichen dieser Gruppe ist, dass sie vorwiegend auf Medienkonsum außerhalb des Internets verzichtet und insofern wenig liest oder TV-Programme konsumiert - für Werbung erreichbar ist diese Gruppe also fast ausschließlich online.

So weit, so gut - aber wo bleiben denn eigentlich die “Frustrierten”, die “Digitalen Exhibitionisten” oder die “Unfreien”?

Hier gefunden: tripple.net